die Berliner Polizei

aus dem Kunstmuseum Hamburg.

Im Urteil des New Yorker Polizeikommissars RICHARD ENRIGHT.

Polizeikommissar RICHARD ENRIGHT hat sich in Berlin bereits in Worten höchsten Lobes ĂĽber die dortige Polizei geäussert; er war Augenzeuge der grossen Demonstration „zum Schutze der Republik“, er sah die Hunderttausende in musterhafter Ordnung und mit tiefem Ernste gegen die Intriguen und Ränke der monarchischen Klique protestieren und bewunderte die Massen, die ohne nennenswertes Polizeiaufgebot, selbst dafĂĽr sorgten, dass keinerlei Ruhestörungen oder Ausschreitungen vorkamen. Das amerikanische Volk ist bekannt fĂĽr seine tadellose Haltung bei Massendemonstrationen und grossen Ansammlungen; Kommissar Enright hielt indessen mit seinem Lob fĂĽr die Berliner nicht zurĂĽck, weil dort diese „Selbstzucht“ der Massen fast ohne jede Polizeiaufsicht geschah, während hier doch immer der Blaurock dabei sein muss, wenn auch nur pro forma.

Kommissar Enright hat die Berliner Polizei während seines Aufenthaltes bis in’s Kleinste studiert und die Summe seines Studiums im folgenden zusammengefasst:

„Ich traf am 2. Juli in Berlin ein, gerade rechtzeitig, um der grossen Protestkundgebung gegen die monarchischen Umtriebe am 4. Juli beizuwohnen.

An diesem Tage wurde in allen Geschäften um ein Uhr mittags der Betrieb eingestellt, und Eisen- und Strassenbahnarbeiter, Droschkenkutscher, Kellner, Küche, Büro- und andere Angestellte gingen bis 6 Uhr abends an den Streik.

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Berliner Hoch-und Untergrundbahn

aus dem Kunstmuseum Hamburg.

Von Hans Kotte-Berlin.

Als vor nunmehr zwanzig Jahren die Berliner Hochbahn-Gesellschaft ihren Betrieb eröffnete, konnte sie bereits auf eine 20jährige, von Kämpfen und Stürmen nicht immer freie Geschichte zurückblicken. Das erste Hochhahnprojekt wurde bereits im Jahre 1881 auf die Veranlassung von Werner Siemens entworfen und zur Genehmigung eingereicht. Doch stiess das Projekt damals auf starken Widerspruch, besonders bei den Anwohnern der geplanten Bahnstrecke.

Diese war nämlich als reine Nord-Südbahn gedacht und sollte im Zuge der Friedrichstrasse verlaufen. Die Ladeninhaber liefen sofort Sturm gegen die Idee eines Hochbahnviaduktes in der engen Friedrichstrasse, und so folgten nun Projekte, Abänderungen und neue Projekte, in deren Verlauf die Nord-Südbahn sich in eine Ostbahn verwandelte. Man verwies den Hochbahnkörper auf den breiten, mit einer Mittelpromenade versehenen Strassenzug, der sich von der Oberbaumbrücke durch das südliche Berlin bis nach Charlottenburg hinzieht.

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Das Vaterland, das Deutsche Reich in Landschaftsbildern

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Bildverzeichnis der 74 Abbildungen unten.


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Das Museum fĂĽr Meereskunde in Berlin

aus dem Kunstmuseum Hamburg


Am 10. Dezember veranstaltet die Abteilung Berlin der Deutschen Kolonialgesellschaft für seine Mitglieder und andre Freunde der kolonialen Sache eine Zusammenkunft im Museum für Meereskunde. Die Teilnehmer werden zunächst einen einleitenden Lichtbildervortrag hören und dann durch die überaus reichhaltigen und lehrreichen Sammlungen des Museums geführt werden. Da das Museum wegen seiner anspruchslosen Lage noch in weiten Kreisen, wenn nicht unbekannt, so doch wenig beachtet geblieben ist, so darf man wohl annehmen, dass recht viele Kolonialfreunde die Gelegenheit benutzen werden, sich unter fachmännischer Führung einen Ueberblick über den Stand der Meereskunde zu verschaffen.

Das Museum ist im wesentlichen eine Schöpfung des verstorbenen Geographen Ferd. v. Richthofen.

Die unbestreitbare Tatsache, dass im Binnenlande das Verständnis für das Seewesen sehr gering oder vielmehr vielfach gleich Null ist, musste angesichts der wachsenden Seeinteressen des Deutschen Reiches den Gedanken nahe legen, eine Stätte zu schaffen, wo wenigstens ein Teil der Binnenländer Gelegenheit hat, einen Ueberblick über die mannigfachen Grundlagen unsres Seeverkehrs zu gewinnen. Daraus muss sich dann das Verständnis für die Bedeutung und Wichtigkeit des Seewesens und seiner Förderung und Sicherung durch das Reich von selbst ergeben.

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