Anschlag in Stockholm

Wever sagt

Noch einen Regenbogen

Sehr lustig die Berichterstattung des Senders „Phoenix“. So um 17 Uhr herum ein Clip, ein Kamerateam hielt – wie bei solchen Einzelfällen ĂĽblich – auf einer Stockholmer FuĂźgängerzone ein Mikrofon hin, und die Passanten konnten dann etwas sagen. Die Pointe: da gibt es offenbar ĂĽberhaupt keine Schweden mehr? Alle möglichen orientalischen Völkerschaften waren zu sehen und zu hören, auch der obligatorische „unbegleitete Jugendliche“, der durch die Kamera läuft, und lachend ein „Victory“-Zeichen macht, fehlte nicht. Aber auĂźer zwei Omis gab es dort im Ernst keine Schweden mehr. Very strange.

Ansonsten darf man sich schon auf die herrlichen Farben des Regenbogens freuen, die heute Abend das Brandenburger Tor zu einem hĂĽbschen Event illuminieren werden.

Ich möchte aus aktuellem Anlass mal auf ein Detail hinweisen

Fefe sagt

Ich möchte aus aktuellem Anlass mal auf ein Detail hinweisen.

  1. Terroranschlag November 2015, Notstandsgesetze treten in Kraft. Der Ausnahmezustand gilt normalerweise höchstens 12 Tage.
  2. Das Parlament verlängert den Ausnahmezustand auf 3 Monate, bis zum 26. Februar 2016.
  3. Februar 2016: Parlament verlängert Ausnahmezustand um weitere drei Monate, bis zum 26. Mai.
  4. 19. Mai: Parlament verlängert Ausnahmezustand wegen Fußball-EM und Tour de France um weitere zwei Monate, bis zum 26. Juli.

Ja, richtig! Der Ausnahmezustand wäre in zwei Wochen ausgelaufen. Aber keine Sorge, dank des Nizza-Anschlags wird der Ausnahmezustand um drei Monate verlängert.

Amnesty über die Auswirkungen des Ausnahmezustands. Das ist sowas wie der feuchte Traum der Exekutive und ihrer Repressionsbehörden. Telepolis hat auch ein paar Details.

Es stellt sich auch so ein bisschen die Frage, wieso wir ĂĽberhaupt einen Ausnahmezustand brauchen, wenn er diesen Anschlag nicht verhindern konnte. (Danke, Norbert)