Vladislav Davidzon berichtet am 1. Dezember 2014 auf der Seite Tablet – A new Read on Jewish life über die “Nazis” vom Rechten Sektor in der Ukraine:

osimandia sagt

Vladislav Davidzon berichtet am 1. Dezember 2014 auf der Seite Tablet – A new Read on Jewish life
über die “Nazis” vom Rechten Sektor in der Ukraine:

(…) Entgegen Voraussagen im russischen Fernsehen scheiterte die rechtsgerichtete und ultranationalistische Partei, die weitgehend als Symbol für den neuen “ukrainischen Faschismus” betrachtet wird, an der Fünfprozenthürde, die für eine Vertretung im Parlament erreicht werden muss.

Nur zwei ihrer Mitglieder wurden direkt von ihren Wahlkreisen gewählt, Parteichef Dmitry Yarosh und Parteisprecher Borislav Bereza.
(…)
Wir kamen über einen gemeinsamen Freund, den wir beide sehr respektieren, miteinander in Kontakt – einem jüdisch-orthodoxen Filmproduzenten aus Kiew.
(…)
Ich gratulierte ihm mit “Mazel tov” zu seiner Wahl und er erwiderte enthusiastisch “Baruch Hashem!”

Davidzon: Sie sind Jude.

Bereza: Ja, ich bin Jude.

Davidzon: Sie sind gläubiger Jude, mir wurde erzählt, dass Sie zur Synagoge gehen und auch, dass Sie sich sehr stark als Mitglied des jüdischen Volkes fühlen.

Bereza: Natürlich. Ich bin kein orthodoxer Jude, ich trage keine Peyes [Schläfenlocken] und keine Kippa in der Öffentlichkeit, aber ich bemühe mich, so oft wie möglich in die Synagoge zu gehen. Ich studiere die Tora, und das ist ein absolut harmonisch integrierter Teil meines Lebens. Ich reise seit 1993 jedes Jahr nach Israel und ich habe auch dort gelebt.

Davidzon: Aber Sie sind auch Mitglied des Rechten Sektors.

Bereza: Ich bin Jude und ich bin auch ein Cohen [jüdische Priesterkaste]. Darüber bestand nie irgendein Zweifel. Der Rechte Sektor besteht aus Menschen verschiedener Nationalitäten, nicht nur Ukrainer und Juden, sondern auch Polen, Weißrussen, Georgier, Tschetschenen; bei uns sind Leute jeder [sowjetischen] Ethnie vertreten.

Barbarossa sagt

Das erklärt natürlich einiges. Und diese Trickserei ist gewaltig! Sie schaffte Verwirrung, und keiner konnte eigentlich so richtig begreifen, was dort vor sich ging. Diese ganze Diskussion von ukrainischen Nazis hat auch uns, vor allem aber eben die MSM-Konsumenten völlig ratlos vor den Geschehnissen stehen lassen.

In diesem Zusammenhang wird die Macht der Bilder wieder einmal ganz deutlich.

Man lancierte in Westeuropa einige Bilder von Kämpfern mit Nazi- und naziähnlichen Symbolen und Symbolik, und schon sind Millionen von Menschen auf die falsche Fährte gelockt (und in Wirklichkeit kämpft das übelste volksfeindliche und teils ausländische Gesindel).

Ähnlich dreist, aber weniger erfolgreich, war die wenige Sekunden dauernde Videosequenz, in welcher ein Armee-LKW mit Flugzeugabschussvorrichtung bei welcher eine Rakete fehlte, von links nach rechts durchs Bild fuhr, und damit den Beweis liefern sollte, dass die niederländische Maschine von Separatisten abgeschossen worden wäre.

Da in dem Filmchen eine Werbetafel am Wegesrand stand, wurde in den alternativen Medien schnell aufgedeckt, dass der LKW in einem anderen, nicht von Separatisten kontrollierten, Ort vor der Kamera herumfuhr (außerdem -so wurde dann später noch dargestellt- gehören zu solch einer Abschusseinheit 3 LKWs, und die hätte man ja alle 3 filmen können, wenn denn tatsächlich eine solche Einheit auf dem Rückweg gewesen wäre.

Da fallen mir natĂĽrlich sofort noch ganz andere eindrucksvolle Bilder ein, aber das soll heute kein Thema sein.

IWF-Kredite an die Ukraine: Ziel ist die vollständige Destabilisierung des Landes:

osimandia sagt

IWF-Kredite an die Ukraine: Ziel ist die vollständige Destabilisierung des Landes:

Ausschnitt:

Die 25%ige Inflation von 2014 und eine Erhöhung der Gaspreise um 50 % im Mai 2014 machen dem schwächsten Viertel der Bevölkerung ein Überleben fast unmöglich. Aber auch der Rest der arbeitenden Bevölkerung, vor allem Alte und Schwache, werden eine drastische Verschlechterung ihres Lebensstandards hinnehmen müssen:

  • FĂĽr 2015 und 2016 sind die Entlassung von 10 % der Beschäftigten im öffentlichen Dienst und
  • die teilweise Privatisierung von Gesundheits- und Bildungswesen geplant.
  • Das Renteneintrittsalter fĂĽr Frauen soll um 10 Jahre, das fĂĽr Männer um 5 Jahre erhöht werden.
  • Soziale VergĂĽnstigungen fĂĽr Rentner sollen gestrichen,
  • der Markt fĂĽr Medikamente soll dereguliert werden.
  • Die bestehenden Renten werden eingefroren,
  • das kostenlose Mittagessen fĂĽr Schulkinder und Patienten in Krankenhäusern gestrichen.
  • Die Zahlungen an die Opfer der Katastrophe von Tschernobyl werden gekĂĽrzt und
  • die Grenzen der radioaktiven Gefahrenzone neu festgelegt.
  • Der staatlich festgesetzte Mindestlohn wird entgegen frĂĽheren Zusagen nicht angehoben, sondern verbleibt bis zum November 2015 bei 1.218,00 Hrivna (knapp 42,00 Euro). [monatlich!]

Christine Lagarde vom IWF nennt das „eine unmittelbare wirtschaftliche Stabilisierung“.

Das wollten die nĂĽtzlichen Idioten, die vor dem Maidan ihr demokratisches Recht auf Demonstrationsfreiheit wahrnahmen, wahrscheinlich nicht erreichen, von einem BĂĽrgerkrieg ganz zu schweigen.

Schaut Euch das an:

Hekmatyar sagt

Schaut Euch das an:http://www.radixjournal.com/blog/2014/9/29/perseverance-in-budapest

http://www.counter-currents.com/2014/09/budapest-conference-update/

Ich hatte gebucht… um endlich aus dem virtuellen Raum herauszutreten –
& gestern hat das Hotel mir storniert.

Ich wusste, daß die EU-Ostblockländer mit voranschreitender Zeit in den kulturell-politischen Sumpf integriert werden würden – die Indikatoren habe ich bereits in Bulgarien und Ungarn gesammelt…

Aber das es so schnell gehen würde – und das Orbán die Kugel sein würde … die uns versenkt – das ist überraschend. Wahrscheinlich ist der Typ so´ne Gauck Nummer – oder so wie Jimmy Carter – der hatte ja den Aufstiegsteil seiner Karriere bis zum Gouverneur als Segregations-Rassist bestritten – um dann nach erfolgreichem Wahlbetrug – den Wählern zu sagen, daß sich nichts ändern werde…

Ab da wurde Carter so wie man ihn heute kennt. Ich denke es lohnt sich künftig ein Auge auf Ungarn und Orbán zu werfen.

osimandia sagt

@Hekmatyar: Das ist eine sehr deprimierende Neuigkeit. Trotzdem vielen Dank für die Mitteilung. Dass JImmy Carter (ein Demokrat!) vor seiner Präsidentschaft Segregations-Rassist war, war mir auch neu, ich hätte nicht gedacht, dass man damals mit dieser Einstellung noch hatte Gouverneur sein können. Aber dass Gauck ein Widerling ist und sich zu genau dem entpuppt, was man von ihm sieht, war mir auch schon vor seiner Wahl klar (Ok, dass er sich nicht entblödet, im Ausland wie ein kleines Mädchen darüber rumzuheulen, wie böse wir Deutschen sind und vor allem waren, ist ein Detail, das auch ich mir nicht habe träumen lassen.)

Dazu musste man Gauck nicht einmal kennen! Um das zu prophezeien, hat es vollkommen ausgereicht, zu wissen, dass Wulff übel war ===> Gauck musste SEHR übel sein. Wer oder was auch immer nach ihm Bundespräsident wird, wird schlimmer sein als er – das kann man jetzt schon prognostizieren (auch wenn das schwer vorstellbar ist). Mit Bundeskanzlern und US-Präsidenten ist es genauso. Und vermutlich ist es in keinem Land anders, auch nicht in Osteueropa.

Die für einen lokalen Fall völlig unverständliche Überpräsenz in den Medien erweckt meinen Argwohn.

osimandia sagt

Diese Art von Argwohn ist m.E. der einzige echte Informationsgehalt, den man den MSM entnehmen kann. Das heiĂźt, die Frage ist nicht

“Was ist passiert?” , denn diesbezüglich kann beliebig gelogen werden, sondern

“Warum kommt das (über das normale lokale Maß hinaus) in den Medien?”

Es gibt in den USA jährlich Tausende von Tötungsdelikten (und bei uns gibt es auch viele). Es ist unmöglich, die alle weltweit durch die Medien zu schmieren, und auch nicht nötig, dafür gibt es eigentlich Lokalblätter und -sender. Wenn man sich einmal vor Augen hält, warum einige davon so große Medienaufmerksamkeit bekommen und in Folge davon die Leute drauf anspringen, darüber diskutieren, sich empören, mitfühlen, ja sogar demonstrieren, wird in erschreckendem Ausmaß klar, wie sehr unsere Realitätswahrnehmung außerhalb des kleinen Kreises der persönlichen Bekanntschaften (in dem im Grunde nie irgendetwas Aufregendes passiert) von den Medien gesteuert ist.

Die meisten denken da überhaupt nicht drüber nach oder meinen – darauf angesprochen: “Naja, die Medien wollen halt Auflage und bringen das, wovon sie glauben, dass es die Leute interessiert.” Das ist mit Sicherheit bei kleinen Medien der Fall, die auf einen bereits fahrenden Zug aufspringen (“Himmel, wir müssen unbedingt auch irgendwas über diese Fall bringen, der so große Wellen schlägt”), aber für die Lokomotive, die den Zug in Bewegung setzt, gilt das nicht.

Die Fälle, die hochgekocht werden, sind nämlich auch nicht interessanter als die keine Aufmerksamkeit bekommen. Im Gegenteil! Sie sind, wenn man sie aus der Sicht eines Krimiautors betrachtet, sogar regelmäßig total langweilig.

Man könnte hingegen aus sehr vielen Tötungsdelikten spannende Geschichten machen, die das Volk fesseln. Tatsächlich dürfte es viele Tötungsdelikte geben, die – wenn man sie als spannenden Krimi betrachtet – sehr viel interessanter sind als “Mann schießt Einbrecher in seiner Garage tot!” oder “Ordinäre Ausländer schlägern sich vor einer Pommesbude”. Es gibt ja auch rätselhafte Mordfälle, die sicher auch für hohe Verkaufszahlen sorgen würden, wenn sie wie ein spannender Krimi aufbereitet werden würde, wenn es wirklich um Verkaufszahlen ginge. Tatsächlich werden solche Fälle aber nie zur weltweiten Nachricht.

Ich halte Deine Vermutung fĂĽr den Grund ebenfalls fĂĽr naheliegend, Harald.