der Hetch-Hetchy-Damm im Yosemite-National-Park

aus dem Kunstmuseum Hamburg.

In aller Stille geht im fernen Westen oin neues Riesenwerk amerikanischer Ingenieurkunst seiner Vollendung entgegen: der grosse Hetch – Hetchy Damm im Yosemite National Park in den kalifornischen Sierras. Es handelt sich hier um ein grosses Wasserversorgungs- und Krafterzeugungs-Unternehmen.

Der Hetch – Hetchy Damm wird sich 226 Fuss ĂĽber der Flussfläche erheben und sein Fundament wird massiv genug sein fĂĽr einen späteren Ausbau, der die Höhe auf 312 Fuss bringen wird. Die Kosten des gegenwärtigen Unternehmens betragen $5,500,000 und die Arbeiten werden von der Utah Construction Company besorgt.

Das Fundament erstreckt sich 118 Fuss unter dem Flussspiegel und hat am Unterende eine Länge von 298 Fuss. Der 226 Fuss hohe Damm wird 375,000 Kubikyards Beton enthalten. Das Reservoir, das mittels des Damms geschaffen wird, soll 67,000,000,000 Gallonen Wasser enthalten und Kraftanlagen auf dem Aquädukt werden 200,000 Pferdekräfte für Heizungs-, Beleuchtungs-, Bahntransport- und Fabrikzwecke erzeugen.

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Die Mutter der Teddy-Bären

aus dem Kunstmuseum Hamburg.

Zum 75. Geburtstag Gretle Steiffs.

Wer kennt ihn nicht, den drolligen braunen Zottelbaren und seine vielen jüngeren Geschwister, die braven Eselein, die possierlichen Affen und wer sie sonst noch sein mögen, diese Vertreter des Tierreichs, die das helle Entzücken der Jugend zwischen 3 und 95 Jahren bilden!

Nun geht es aber mit diesem Teddybären genau so wie mit vielen anderen Dingen, die wir ständig um uns sehen. Wir benutzen sie, wir spielen mit ihnen, wir freuen uns ihrer — aber niemals fällt es uns ein, zu fragen, von wannen sie kommen oder wem wir es zu verdanken haben, dass sie überhaupt da sind. Gerade der Teddybär hat jedoch eine so interessante Geschichte, dass sie entschieden erzählt zu werden verdient. Kein besserer Tag aber liesse sich finden, um von der Entstehung dieses Bären und seiner zahlreichen Genossen zu berichten, als der heutige, der fünfundsiebzigste Geburtstag der wackeren Schwäbin, die ihn trotz körperlichen Ungemachs mit heiterm, fröhlichem Sinn schuf.

Lebte da in Giengen an der Brenz Fräulein Gretle Steiff. Um sich zu beschäftigen, begann sie — sie war gelähmt — so um das Jahr 1880 herum aus Stoffresten kleine Elefanten zu nähen, die sie ihren Freundinnen schenkte. Diese sollten sie als Nadelkissen verwenden. Die Freundinnen bedankten sich, freuten sich — aber sie dachten sich weiter nichts dabei! Den richtigen Blick für diese kleinen Tuchelefanten des Fräul. Steiff hatte nun ihr Bruder, der Baumeister Fritz Steiff.

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Ein Wettrennen im Draht-Telegraphen-Wettstreit-International

aus dem Kunstmuseum Hamburg.

Der Reichspräsident und die Sieger im Internationalen Telegraphistenwettstreit

1 Staatssekretär Dr. Bredow.—2. Frau Erna Bansemer-Breslau, 1. Preis im System Siemens Schnelltelegraph. 3. Meisterschafts – Preisträger Schindler-Wien. — 4. Frl. Kirndörfer-MĂĽnchen, 2. Preis im System Siemens Schnelltelegraph. — 5. Jespen-Dänemark, 2. Preis im System Wheatstone. — 6. Reichspräsident Ehert.—7. Pasewaldt-Berlin, 1. Preis im System Radio. — 8. Kurt MĂĽller-Berlin, 1. Preis im System Hughes. — 9. Renate Lembardo-ltalien, 2. Preis im System Hughes. — 10. Hauersley-Dänemark, 1. Preis im System Wheatstone.

 

Der grosse internationale Telegraphistenkongress in Berlin wurde durch eine Festsitzung im Reichstag offiziell eröffnet. Zu ihr hatten sich Vertreter der Reichs- und Staatsbehörden, der Stadt Berlin, der elektro technischen, insbesondere der telegraphischen und funkentelegraphischen Industrie sowie zahlreiche Teilnehmer aus den verschiedensten Ländern der Erde eingefunden.

Zum Wettstreit hatten sich allein aus Deutschland 213 Teilnehmer eingefunden. Aus Italien waren 73, aus den Niederlanden 9, aus Oesterreich 10, aus Russland 8. aus der Schweiz 3, aus Spanien 3, aus Portugal 8, aus Dänemark 14, aus Ungarn 4, aus Norwegen 1 erschienen. Des weiteren waren Vertreter der Tschechoslowakei, Jugoslawiens, des Freistaates Danzig u. s. w. anwesend.

Zunächst begrüsste der Reichstagspräsident Loebe die Gäste und wüuschte der Veranstaltung in Anbetracht des edlen Wettstreits der geistigen und körperlichen Betätigung den bösten Erfolg. Er wies darauf hin, dass die Telegraphisten Hilfsorgane in dem Bestreben darstellen, die Menschen zu vereinigen, stellen sie ihre Kräfte doch in den Dienst der Verständigung. Staatssekretär Dr. Bredow führte aus, dass die Mailänder Telegraphisten den Ruhm beanspruchen können, den ersten internationalen Wettstreit dieser Art veranstaltet zu haben, sie waren es, die im Jahre 1899 zur Volta-Feier in Como eingeladen hatten. Zwölf Jahre später, im August 1911 wurde anlässlich des 50jährigen Bestehens des Königreichs Italien vom Ministerium der Post und Telegraphen ein grosser Wettstreit, veranstaltet, an dem mehr als zweihundert Telegraphisten aus 17 Ländern teilnahmen. Glänzende Leistungen wurden erzielt, und die hervorragend verlaufene Veranstaltung erweckte bei allen Teilnehmern den Wunsch, die Einrichtung der internationalen Telegraphistenwettbewerbe zu einer dauernden zu machen. Seitdem sind elf Jahre vergangen, und die Welt hat ihr Antlitz von Grund auf ändern müssen, ehe es möglich war, wieder an eine internationale Veranstaltung dieser Art heranzutreten.

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Schwarze Schande-Weisse Schmach

aus dem Kunstmuseum Hamburg.

The Illustrated Weekly
Deutsch-Amerika

Vol. VIII. No. 37 – Samsatg, 14. Oktober 1922 – Preis 10 Cents

Der Lohn der SĂĽnde ist der Tod.

So wird dereinst das Schicksal, richtend über Frankreichs Sünden, unbarmherzig und unerbittlich den Tod des Volkes dekretieren, das auf seiner Schuldliste das schlimmste, brutalste, gemeinste Verbrechen verzeichnet hat — ein Verbrechen, das in seiner Ungeheuerlichkeit unverzeihlich ist: das Verbrechen gegen die eigene Rasse . . . . die Schwarze Schande.

Der deutsche Botschafter, Dr. Wiedfeldt, wies bei seiner Rückkehr darauf, hin, dass die Schandtaten, die die farbigen Franzosen am Rhein begehen, immer noch nicht aufgehört haben. Man wird ihm, wie jedem Deutschen, der seine Stimme gegen die Schwarze Schande erhebt, den Vorwurf der Partei machen. Zugegeben, dass deutsche Herzen die ihnen angetane Schmach heftiger und tiefer empfinden, als die Angehörigen anderer Nationen, das schliesst nicht aus, dass sich unter den Bürgern jener anderen Nationen Ehrliche und Gerechte finden, die Frankreichs Verbrechen an Deutschland als das empfinden, was es unbedingt ist: eine Todsünde am heiligen Geist der weissen Rasse, ein Verbrechen gegen das Leben der weissen Rasse, ein bewusster Mord der Zivilisation und Kultur.

Der Amerikaner Hitchcock, Bundessenator von Nebraska, erklärte vor wenig Wochen im Senat:

„Berichte zurückkehrender Amerikaner und Briefe amerikanischer Touristen melden, dass Frankreich Tausende von schwarzen Truppen unter der deutschen Bevölkerung einquartiert hat und dass abstossende Verbrechen wiederum den Rassenhass entflammen. Wir mögen es ruhig mit ansehen, wie Frankreich in seinem Wahn die deutsche Republik zu verkrüppeln, wenn nicht zu vernichten fortfährt, indem es Gutmachungen verlangt, die, wie die ganze Welt weiss, Deutschland zurzeit unmöglich zahlen kann. Wir mögen es ruhig mit ansehen, wie die deutsche Republik stürzt und das deutsche Volk in seiner Verzweiflung den ränkesüchtigen Monarchisten überliefert oder dem Bolschewismus in die Arme getrieben wird. Aber wir sind als Nation dafür teilweise mitverantwortlich dafür, dass das Rheinland militärisch besetzt ist, und es ist nicht nur unser Recht, sondern auch unsere Pflicht, dagegen zu protestieren, dass halbzivilisierte schwarze Truppen unter weissen Menschen einquartiert werden, wo sie als Sieger auftreten und als Verbrecher handeln.“

Der Italiener Nitti, früherer Ministerpräsident, veröffentlicht im ,,Paese“ folgenden Appell:

„Wenn die Deutschen, um das amerikanische Volk zu erniedrigen, in die Städte der atlantischen Küste Negerregimenter aus Afrika gebracht und verlangt hätten, dass das amerikanische Volk, um die Gelüste der Neger zu befriedigen, diesen amerikanische Frauen zu liefern hätte, so würde ganz Amerika vor Entsetzen aufgeschrien haben. Der Schmerzensschrei der deutschen Frauen trifft unsere Seele. Er ist der furchtbarste Vorwurf, der christlichen Völkern gemacht wird, die angeblich mehrere Jahre für den Triumph der Zivilisation und Gerechtigkeit gekämpft haben. Amerika, das den Sieg entschieden hat, darf diesen Zuständen nicht gleichgültig gegenüberstehen. Seine gewaltige Stimme muss sich gegen die Rückkehr der Barbarei erheben. Amerika muss uns nicht nur seine ökonomische Suprematie, sondern zugleich auch seine Moral auferlegen, da diese in Europa in gegenseitigem Hass verloren gegangen ist. An den Ufern des Rheins sind viele schreckliche Dinge geschehen. Niemals haben sie aber früher die Gesichter von Negern gesehen, die aus Afrika gekommen sind, um den zivilisiertesten Männern der Welt die Rechte des Siegers und den Frauen das Recht der Gewalt aufzuerlegen, Frauen, die überall durch ihre Erziehung und ihre häuslichen Tugenden in der Welt bekannt sind.“

Die Engländerin Frances Evelyn, Countess of Warwick, hat in dem Londoner „Sunday Illustrated“ (vom 18. Juni) einen flammenden Aufruf erlassen:

„Ich habe an die Frauen Englands einen Appell zu richten, und ich habe diese Stelle dazu gewählt, weil ich glaube, dass sie mir weithin Gehör verschaffen wird. Ich rufe meine englischen Schwestern auf, weisse Frauen vor schwarzen Männern zu schützen.

Die Frage der Verwendung farbiger Truppen in Deutschland geht sehr nahe die Frauen an, die englischen MĂĽtter. Ich muss sie daran erinnern, dass sie Stimmrecht haben, und niemals, wenn sie auch hundert Jahre leben sollten, seiner mehr bedĂĽrfen als jetzt.

Als die Franzosen nach dem Rhein gingen, nahmen sie eine grosse Zahl von farbigen Truppen aus Senegal und dem übrigen Nordafrika mit, und sie legten sie in eins der höchstkultivierten Gebiete von Europa. Das war an und für sich scnlimm genug und eine Beleidigung für Europa; aber weit Schlimmeres kam hinterher. Die deutschen Behörden wurden angewiesen, ja gezwungen, für die farbigen Soldaten Bordelle einzurichten, und diese Häuser der Schande werden gefüllt mit weissen Frauen. Dies im Jahre 1922 der christlichen Zeitrechnung! Diese dem Geist des Christentums angetane Schmach würde allein unauslöschliche Schmach über die Verantwortlichen bringen, aber nach den mir gewordenen Kenntnissen endet der Schrecken selbst hier nicht. Eine grosse Zahl von deutschen Frauen und Mädchen sind durch farbige Soldaten vergewaltigt worden, und den Zeitungen des besetzten Gebiets wurde von den französischen Behörden verboten, etwas über diese Verbrechen zu berichten.

Man könnte tiefer in diesen abscheulichen Sumpf tauchen und weitere Einzelheiten veröffentlichen, von denen ich erfahren habe, doch ich will meine Feder schonen und kann nur hoffen, dass in diesen wenigen Zeilen genug gesagt wurde, um selbst der phantasieärmsten Engländerin eine Ahnung von den Schrecken zu geben, die mit Ueberlegung über ihre deutschen Schwestern gebracht werden — jawohl, Schwestern, trotz des Krieges.

Ich stelle nicht für einen Augenblick das Recht der Franzosen in Frage, farbige Truppen zu verwenden, als die Deutschen in ihr Land einfielen. Wenn auch bedauerlich, so war es doch eine Notwendigkeit; aber sobald der Krieg vorbei war, hätten diese Truppen zurückgezogen werden müssen. Indem sie sie bei einem wehrlosen und hochkultivierten Volk einquartierten, begingen die Franzosen ein Verbrechen an Europa.

Es gibt noch eine andere Seite der Frage, die unsere Freunde in Frankreich wohl erwägen sollten. Sie mögen sich fragen, was sie empfinden würden, wenn ihre Mütter, Frauen und Töchter der Gier des schwarzen Soldaten ausgesetzt wären. Würden sie nicht fühlen, dass die Erinnerung an solche Schmach frisch erhalten werden müsste, wenn nötig durch zwei oder drei Generationen hindurch, und dass sie zuletzt mit Blut abgewaschen werden müsste.“

Das sind die Urteile, die Amerikaner, Italiener, Engländerin ĂĽber Frankreichs Verbrechen fällen, denen wir uns als Blutsverwandte der geschändeten Deutschen anschliessen, ohne uns dem Vorwurf der „Partei“ auszusetzen. Wie die Engländerin, Gräfin Warwick, kommen auch wir zu dem einzig möglichen Schluss: diese Schmach, diese SĂĽnde, dieses Verbrechen kann nur mit Blut abgewaschen werden ….

Der Lohn der SĂĽnde ist der Tod!

Siehe auch:
Pommern – das Land am Meer
Was ist des Deutschen Vaterland?
Bismarck und seine Hunde
Die neuen ReichsmĂĽnzen
Paul von Hindenburg
Wir Deutsch-Amerikaner
Deutsch-Amerika
Die Deutsch-Amerikaner und das Kaiserreich
Gedanken ĂĽber die Zukunft des Deutschtums in Amerika
Wie das alte Ă–sterreich starb
Wie das alte Ă–sterreich starb II
Die Deutschen in Amerika
Die Deutschen in Amerika II
Eine Audienz bei Richard II. (Richard Strauss)
„Deutsch-Amerikas“ Mission
Schundromane auf dem Scheiterhaufen
Lincoln und das deutsche Element
Die Geschichte der Revolution
Der Aufbau Palästinas
Deutschland und der Weltfriede
Vaterland vor der Wiedergeburt
Das Schicksal der deutschen Kolonien
Der letzte Zar im Kreise seiner Familie
Krupp-Werk in Friedens-Arbeit
Die Wolkenburgen der neuen Welt
Deutschlands chemische Industrie in der Nachkriegszeit
Jerusalem die Heilige Stadt
Die Schwarzen Truppen in Deutschland
Schiffsmodelle als Zimmerschmuck
„Bismarck“-„Majestic“- der Meeresriese
Quer durch das neue Deutschland
Quer durch das neue Deutschland II
Quer durch das neue Deutschland III
Klein-Amerika in Ostpreussen
Die Hallo-Mädchen
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August Thyssen-Der Senior der Grubenbarone
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Das Deutsche Haus in St. Paul – Ein Denkmal deutschen Strebens
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Schweres SchiffsunglĂĽck in Hamburg
Das deutsche Ausland-Institut zu Stuttgart
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Der Kampf um Memel
die LĂĽge als Fundament, von Versailles bis Haag
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Das Telephon, sein Erfinder und sein Verbesserer
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Die „Matrosenfabrik“ auf Waltershof
Segler der LĂĽfte