Das Problem wird nicht gelöst werden

Taurec sagt

Hallo!

> und da wollen noch manche das Heimatland retten? Das ist l√§ngst vorbei. Und mit den jetzigen, bildungsfernen Migrantenstr√∂men ist Deutschland und Europa endg√ľltig verloren.

Durchaus. Ein Blick auf die aktuellen Bev√∂lkerungsdiagramme ist ern√ľchternd:

Deutlicher wird es, wenn man Autochthone und Zugewanderte gegen√ľberstellt:

(Achtung: Ab 25 sind es nicht 5-, sondern 10-Jahres-Schritte. Die Invasion von 2015 ist vermutlich noch gar nicht einbezogen, weil damals schon niemand wu√üte, wer und in welcher Zahl √ľberhaupt gekommen ist, bzw. kommen w√ľrde.)

Der gegenw√§rtige √úberhang der deutschen Bev√∂lkerung besteht √ľberwiegend aus Jahrg√§ngen, die in den n√§chsten 30 Jahren das Rentenalter durchschreiten und sterben werden. Weitere chaotische Zuwanderungswellen, mit denen zu rechnen ist, und das fruchtbarere Zeugungsverhalten der Zuwanderer miteinberechnet, wird sich die Lage schon lange vor Ablauf dieser 30 Jahre erheblich zu unseren Ungunsten ver√§ndern. Wir stehen kurz vor einem Erdrutsch, der die seit Jahrtausenden w√§hrende ethnische Zusammensetzung Europas dauerhaft und unwiederbringlich ver√§ndern wird.

Im Lichte einer solch katastrophalen Konstellation kann man angesichts der wahrhaft lachhaften, infantil-naiven „Gegenma√ünahmen“, die ergriffen werden, nur noch best√ľrzt alle Hoffnung fahren lassen. Gerade die gerade alt werdenden geburtenstarken Jahrg√§nge ergehen sich in demokratisch verblendeten, sp√§tb√ľrgerlichen Protestaktionen, marschieren bei irgendwelchen Spazierg√§ngen mit, gr√ľnden Parteien (Unglaublich!) oder betreiben Aufkl√§rung per Netz oder analog. Die j√ľngeren Jahrg√§nge schaffen es gerade mal, symbolisch hundert Meter Grenze zu sichern oder von √∂ffentlichen Geb√§uden Banner baumeln zu lassen, s√§mtliches weiche, pazifistische Aktionen, die de facto v√∂llig belanglos bleiben. Praktisch ist es so, als w√ľrde √ľberhaupt nichts getan werden. Dement und im zivilisatorischen Altenheim kaserniert f√§llt eine jahrtausendealte Tradition mitsamt dem genetischen Potential f√ľr k√ľnftige Erneuerung, ohne da√ü irgend jemand auch nur einen Finger r√ľhrte.
Die Masse der Menschen ist nicht in der Lage, au√üerhalb des Systems zu denken, welches sie gerade zugrunde richtet. Eine Minderheit aus dieser Masse versucht wiederum, eben jenes System mit seinen eigenen Mitteln (n√§mlich jenen des Diskurses auf der √∂ffentlichen Agora) von innen heraus zu √§ndern und verschwendet Energie darauf, einen Umschwung des Zeitgeistes zu erreichen und „Deutungshoheit“ zu gewinnen, um irgendwann mit dem Druck der Masse im R√ľcken die n√∂tigen politischen √Ąnderungen durchzusetzen. Selbst wenn diese Strategie erfolgversprechend w√§re, erforderte sie einen Zeithorizont, der hinter dem demographischen Erdrutsch liegt, der eben jene Masse, zu der man z√§hlt und mit der man rechnet, beseitigen wird.
Kennzeichen dieser Misere ist, da√ü man eine Qualit√§t, deren Fehlen gar nicht bemerkt wird, weil man sie nicht in sich tr√§gt, durch die Quantit√§t der gro√üen Zahl auszugleichen sucht. Die Qualit√§t best√ľnde in einer hierarchisch strukturierten Gesellschaftsordnung, die seit der Abschaffung des Adels und dem Kappen der milit√§rischen, kriegerischen Traditionen allerdings verloren ist. Sie w√ľrde sich in einer selbstverantwortlichen Lebenshaltung √§u√üern, in der jeder an seinem Platz in der Gesellschaftspyramide seine Aufgabe wahrnimmt, ohne sich von den anonymen Strukturen eines Verfassungs- und Wohlfahrtsstaates abh√§ngig zu machen, an dessen Funktionen man wie an den Zitzen der Mutterbrust h√§ngt und dessen geistiges Spielfeld man mit der denkbaren Welt an sich gleichsetzt. In einer solchen Ordnung w√§re das m√§nnliche Selbstbewu√ütsein noch intakt, welches das pers√∂nliche Umfeld nach den eigenen Vorstellungen ordnen und nach au√üen hin sichern will, um den Fortbestand der eigenen Lebensart zu gew√§hrleisten. In einem solchen Umfeld w√ľrde das Migrationsproblem und seine Ursachen von den Menschen an ihren jeweiligen Orten mit den n√∂tigen Mitteln eigenst√§ndig gel√∂st werden, ohne auf einen Staat und dessen System zu hoffen, der eigentlich der Todfeind ist. Es w√§re gar nicht so weit gekommen, wie wir es jetzt haben.

„Lange Zeiten der Ruhe beg√ľnstigen gewisse optische T√§uschungen. Zu ihnen geh√∂rt die Annahme, da√ü sich die Unverletzbarkeit der Wohnung [man k√∂nnte statt dessen „Heimat“ setzen] auf die Verfassung gr√ľnde, durch sie gesichert sei. In Wirklichkeit gr√ľndet sie sich auf den Familienvater, der, von seinen S√∂hnen begleitet, mit der Axt in der T√ľr erscheint.“

Nun stehen wir vor dem Problem, daß die Deutschen keine Söhne haben und es kaum mehr Väter gibt, die diesen Titel verdient hätten.

Gruß
Taurec

P.S.: Auch ohne das Ausl√§nderproblem w√ľrde sich in 30 bis 40 Jahren eine kl√§gliche deutsche Restbev√∂lkerung zwischen ver√∂deten Massensiedlungen und verfallenden Infrastrukturen sammeln, die auf etwa das Doppelte ausgelegt sind und deren Tragf√§higkeit nicht ansatzweise ausgelastet ist. Die wirtschaftlichen Leistungstr√§ger der jetzigen Gesellschaft, eben jene geburtenstarken Jahrg√§nge, sind dann entweder aus dem Arbeitsleben ausgeschieden oder tot. Was nachkommt, ist weder quantitativ, noch ‚Äď angesichts der Verfallserscheinungen ‚Äď qualitativ in der Lage, die im 20. Jahrhundert erreichte H√∂he materiellen Wohlstands zu halten. Die elenden Zust√§nde, die in absehbarer Zeit in diesem Lande herrschen werden, kann sich der materiell verw√∂hnte Durchschnittsmensch unserer Tage gar nicht ausmalen. Mit einzubeziehen ist der dr√§uende Finanzkollaps, der schon l√§ngst wie das ber√ľhmte Schwert des Damokles √ľber uns h√§ngt und als Teil der welthistorischen C√§sur, die vor uns liegt, ganz sicher kommen wird. Die derzeit zumindest hypothetisch noch vorhandene M√∂glichkeit, die ethnische Homogenit√§t Deutschlands durch einen Gewaltakt wiederherzustellen, der die k√ľnftigen ethnischen Konflikte vorwegnimmt und in halbwegs kontrollierter Form abbaut, wird wahrscheinlich nicht wahrgenommen werden, sofern nicht eine Gro√ümacht wie Ru√üland helfend eingreift, wonach es derzeit (noch?) nicht aussieht.

‚ÄěEs lebe unser heiliges Deutschland!‚Äú

‚ÄěWas auch draus werde ‚Äď steh‚Äô zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.‚Äú

Ergänzung: Alexander Dugin

Taurec sagt

Hallo!

Hier ist ein elfmin√ľtiges Interview mit Alexander Dugin, das es meines Erachtens in sich hat und meine Ausf√ľhrungen best√§tigt:

www.youtube.com/watch?v=e-oH58VA5Rw

Sollten diese Ideen die russische Politik bestimmen (bzw. in Zukunft bestimmen werden), befinden wir uns v√∂llig auf der gesehenen Schiene, die zu Besatzung und russischem Feldzug f√ľhrt.

Inhalt in Stichpunkten:

Rußland muß Europa erobern und in ein russisches Reich eingliedern.
Ru√üland als Zentrum eines „dritten r√∂mischen Reiches“ orthodoxen Glaubens mit Europa als Protektorat mit begrenzter Autonomie.
Russische „W√§chtertrupps“ und Vorposten auf europ√§ischem Boden, nat√ľrlich, um die Europ√§er zu besch√ľtzen und zu verteidigen. Dann k√∂nne Europa wieder aufbl√ľhen. Er stellt das so hin, als w√§ren es Ideen Nietzsches und Spenglers, was mir neu w√§re. Dem entsprechend geht er von einer prorussischen 5. Kolonne in Europa als existent aus. Damit hingegen k√∂nnte er recht haben.
Europäische Streitkräfte sind quasi nicht vorhanden. Der Westen kann den Russen nichts entgegensetzen.
Krieg ist daher (seiner Auffassung nach) nicht nötig. Statt dessen muß Rußland die zersetzenden Ideologien im Westen (Genderismus, etc.) bekämpfen und sich als starke Alternative aufbauen.
Europa mu√ü vor sich selbst gesch√ľtzt werden, da es daran ist, sich selbst zu vernichten. Ru√üland mu√ü bei uns „Ordnung schaffen“.
Das Einwanderungsproblem mu√ü von Ru√üland f√ľr die Europ√§er gel√∂st werden! Dugin scheint hier tats√§chlich Massenvertreibungen anzudeuten, die jene betreffen, die sich „Adaptionsma√ünahmen“ widersetzen.
„Patriotische und antinihilistische Zensur“ in den europ√§ischen Medien, d. h. Ideen sollen gef√∂rdert werden, die den gegenw√§rtig propagierten v√∂llig entgegengesetzt sind und eine positive seelische Entwicklung f√∂rdern.
Rußland muß westliche Technologien adaptieren, und zu seinem Vorteil nutzen, allerdings nicht durch Handelsbeziehungen und dergleichen, sondern durch Eroberung.

Das Interview, insbesondere es in deutscher √úbersetzung zur Verf√ľgung zu stellen, ist nat√ľrlich Teil propagandistischer „Kriegsf√ľhrung“, um die Ideen in deutschen/europ√§ischen K√∂pfen, die schon zum System in Opposition stehen, zu platzieren. Das zeigt allerdings, da√ü tats√§chlich in Richtung der angesprochenen Ideen gearbeitet werden soll.

Gruß
Taurec

‚Äē
‚ÄěEs lebe unser heiliges Deutschland!‚Äú
‚Äē
‚ÄěWas auch draus werde ‚Äď steh‚Äô zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.‚Äú

Die Bundesrepublik ist,

Taurec sagt

Ich versuche mal, so kurz wie m√∂glich von eher profanen politischen Tatsachen ausgehend den Bogen zu einem mythisch-religi√∂sen Geschichtsbild zu spannen, um eine „gro√üe Linie“ aufzuzeigen. Das Ergebnis ist m√∂glicherweise zun√§chst schwer verdaulich.

Die Bundesrepublik ist, wenngleich auf dem Papier, de facto kein souver√§nes Land, sondern befindet sich in den H√§nden einer Nomenklatura (in Politik, Verwaltung, Wirtschaft), die ihre Handlungsparameter von der amerikanischen Ostk√ľste bekommt. Bei den meisten anderen europ√§ischen Staaten ist es in mehr oder weniger starker Auspr√§gung √§hnlich. Da die heutige BRD letztlich noch immer das Konstrukt ist, das zur Unterwerfung eines besiegten Volkes eingerichtet wurde, sind die f√ľhrenden Schichten besonders von den Amerikanern beeinflu√üt, und sind √ľber transatlantische, informelle Organisationen und Kaderschmieden eng mit dortigen Kreisen verbunden. Seit dem zweiten Weltkrieg hat niemand mehr wirklich in deutschem Interesse gehandelt, bestenfalls in Ans√§tzen oder einzelnen Fragen und Teilaspekten, nicht jedoch in den gro√üen Belangen, die unsere Eigenst√§ndigkeit als Volk betreffen.

„Demokratie“ verhei√üt in den Schulb√ľchern die Freiheit des Einzelnen, Recht auf Mitbestimmung, Gewaltenteilung, Rechtssicherheit, die Medien als „vierte Gewalt“, durch welche sich die Menschen objektiv Informieren, um rationale Entscheidungen zu treffen, etwa in Wahlen, in welchen sie Vertreter bestimmen, die ohne Eigeninteresse den Willen des Volkes ausf√ľhren. Dieses Bild ist eine Utopie, die meines Erachtens der menschlichen Natur und der Art, wie Staatswesen √ľber Jahrtausende funktioniert haben, widerspricht.
In der wirklichen Welt ist die Demokratie das politische Instrument weltweit agierender, internationaler Finanz- und Wirtschaftsm√§chte, die heute de facto in der ganzen westlichen Welt die Politik bestimmen. Sie finanzieren Politiker, bringen ihre Leute in die Parteien, besitzen die Presseorgane, bestimmen die √∂ffentliche Meinung, das Welt- und Geschichtsbild, die Erziehung, was an Schulen und Universit√§ten gelehrt wird. √úber NGOs wird auf informellem Wege Einflu√ü genommen, w√§hrend sowohl Regierungen wie Oppositionen nicht nationalen, sondern den Interessen der sie jeweils st√ľtzenden Finanziers dienen. Man hat keine Wahl in diesem Scheinpluralismus au√üer der Partei der Finanzm√§chte, also der Konzerne, Banken und einer d√ľnnen Schicht superreicher Geldaristokraten, die seit der amerikanischen und franz√∂sischen Revolution sukzessive den alten europ√§ischen Adel gest√ľrzt und sich selbst auf die Throne gesetzt haben. Deutschland stand stets in einem gewissen Widerspruch zu dieser Oligarchie und mu√üte durch zwei Weltkriege gebrochen und unsch√§dlich gemacht werden. Heute hat Ru√üland diese Rolle √ľbernommen, das sich in einer √§hnlichen Lage befindet wie Deutschland vor den Weltkriegen: zunehmend eingekreist und provoziert von den Westm√§chten.

Die Probleme reichen noch sehr viel tiefer, als sie hier in K√ľrze dargestellt werden k√∂nnen. Weil das Medienangebot meist einen manipulativen Charakter hat, ist es wenig sinnig, sich breit aufzustellen, um irgendwo ein F√ľnkchen Wahrheit zu erhaschen.
Ich rate dazu, sich mit den tieferen Abläufen der Geschichte zu befassen. Anders ist das alltägliche Gewirr widersprechender oder am Eigentlichen vorbeigehender Informationen wohl kaum zu durchdringen und eine Ahnung der eigentlichen Abläufe zu bekommen.

Ein wahrer Augen√∂ffner in dieser Hinsicht, Grundlage und Ausgangspunkt f√ľr weitere √úberlegungen ist Oswald Spengler, der im „Untergang des Abendlandes“ eine auf dem Vergleich der Geschichte von sieben Hochkulturen der letzten 5000 Jahre basierende Morphologie der Weltgeschichte entwarf. All diese Kulturen weisen den selben tausendj√§hrigen Lebenslauf auf, der in seiner Grundstruktur im gr√∂√üeren Ma√üstabe den Lebensphasen jedes lebendigen Wesen entspricht, beginnend mit Geburt aus dumpfer, ahnungsschwerer Vorzeit (was wir „dunkles Mittelalter“ nennen) √ľber einen steten Aufstieg bis zur Vollendung der kulturellen und staatlichen Formen in h√∂chster Perfektion (f√ľr das Abendland im 18. Jahrhundert). Dem schlie√üt sich ein mehrhundertj√§hriger Tod/Abstieg an, der durch regelm√§√üige revolution√§re Krisen und Weltkriege (der erste gegen Napoleon) vorangetrieben wird. In dieser Zeit versagen die Selbsterhaltungskr√§fte der V√∂lker. Die nat√ľrliche, hierarchische St√§ndegesellschaft bricht zusammen. Die Menschen vermassen als atomisierte, unterschiedslose Individuen in Gro√üst√§dten, die sich in das leerer werdende Land hineinfressen, w√§hrend die Geburtenraten sinken, die Bildung (im klassischen Sinne) geringer wird, und die Menschen in Materialismus und Hedonismus verwahrlosen, nicht mehr Volk, Vaterland, Familie im Sinn, sondern nur noch sich selbst und ihr seichtes, individualistisches, k√∂rperlich-emotionales Wohlbehagen ohne Blick auf die Zukunft.
Unter diesen Umständen tritt naturgesetzmäßig ein, was jeder Lebensform widerfährt, deren Immunsystem zusammenbricht: der Einfall von Aasfressern und Parasiten, Fremdvölker von außen, die das Land in Besitz nehmen, das von seiner Bevölkerung nicht mehr behauptet werden kann.
Politisch entspricht dem Parasitismus die Massendemokratie und libert√§re Parteiendiktatur, das politische Werkzeug der Finanzm√§chte. Deren Ziel ist die Beseitigung aller √ľberkommenen, traditionellen Formen, die der Weltherrschaft und schrankenlosen Ausbeutung des Planeten im Wege stehen. Diese anonymen M√§chte, die bereits in den franz√∂sischen und amerikanischen Revolutionen am Werk waren, konnten nur die Oberhand gewinnen, weil die Lebenskr√§fte des Abendlandes nach einem Jahrtausend organischen Wachstums zuerst schwach geworden waren. Was gegenw√§rtig geschieht, ist lediglich eine folgerichtige Erscheinung eines √ľber viele Generationen stattfindenden Abbauprozesses, der vor √ľber 200 Jahren begann und von der Spitze herab bis zu den Fundamenten des menschlichen Daseins alles nivelliert: Adel, St√§nde, wirtschaftliche und soziale Klassen, dann nationale Grenzen, die Rollen der Geschlechter, die famili√§ren Strukturen. Zuletzt gehen die Nationalstaaten selbst in supranationalen Gebilden auf. Die V√∂lker sollen in Vielv√∂lkerstaaten aufgel√∂st werden, in denen es nur noch eine Masse mit ethnischen Restidentit√§ten gibt, die zu eigenst√§ndiger Politik unf√§hig sind und in der kapitalistischen Arbeits- und Konsumwelt fiktiven Wohlstand & Sicherheit hinterherjagen.

Indes verl√§uft die Geschichte in Zyklen, so da√ü auf einen Niedergang ein erneuter Aufstieg folgt. In Spenglers Ablauf gibt es in jedem Kulturkreis ein Interregnum, in dem in irgendeiner Form die Wirtschaftsm√§chte die Oberhand √ľber die M√§chte der Politik, also des Selbsterhalts und der Eigenst√§ndigkeit der V√∂lker, gewinnen. Am Ende dieser Periode steht stets der krisenhafte Zerfall der von den Geldm√§chten errichteten neuen (Un-)Ordnung. In dieser finalen Krise erheben sich aus kulturellen Restbest√§nden an der abgerissenen Tradition orientierte Kr√§fte, die mit den Geldm√§chten ein Ende machen und eine Renaissance der urspr√ľnglichen Ordnung anstreben. Es entsteht „C√§sarismus“. M√§chtige Einzelne mit Gefolgschaft erheben sich √ľber die formlosen Massen und ordnen die zerr√ľttete Gesellschaft nach eigenem Bilde neu. In dieser Phase tritt in der Regel Erstarrung und Nachahmung alter Formen ein, bis sich nach einer unbestimmten Zahl Jahrhunderte eine neue Kultur breit macht, die das Erbe der vergangenen √ľbernimmt.

An dieser Stelle kommen die Prophezeiungen ins Spiel. Deren Szenario √§hnelt in groben Z√ľgen dem zyklischen Ablauf nach Spengler:
1. Verfall der Gesellschaft, des Glaubens, der Tradition.
2. Herrschaft des „antichristlichen“ Prinzips: Materialismus, Fixierung auf das Diesseits.
3. Ein letzter Krieg in Verbindung mit einem Eingriff von „oben“, nach dem ein Kaiser gekr√∂nt wird, der Europa in einem Reich mit erneuertem Glaubensfundament eint.

Auch wenn die prophetischen Quellen im einzelnen anzuzweifeln und √ľberwiegend nicht authentisch sind (in dem Sinne, da√ü sie unmittelbar Pr√§kognition dokumentiert h√§tten), halte ich es f√ľr m√∂glich, da√ü sich in diesem Muster, das uralte Wurzeln hat, das ahnungsvolle Erkennen des gro√üen historischen Ablaufs und eines teleologischen Sinns der Geschichte ausdr√ľckt. Auf seine Art mit einem ganz anderen Ansatz hat Spengler (aber auch andere wie Julius Evola oder Ernst J√ľnger) das ebenfalls erkannt.
Die neueren, besser dokumentierten Schauungen, die in der Regel begrenzte Ausschnitte eines gr√∂√üeren Geschehens zeigen (und etwas anderes als Prophezeiungen sind), f√ľgen sich darin ein. Das reizvolle liegt darin, da√ü man mit geschichtsphilosophischen √úberlegungen den grunds√§tzlichen Rahmen aufspannen kann, welcher durch Schauungen mit konkreten Ereignissen gef√ľllt wird. Schauungen allein bieten keine Hintergr√ľnde, sondern eher konkrete Ereignisse.

Ich gehe davon, da√ü sowohl die Menschheits-, als auch die Erdgeschichte in Zyklen von Auf- und Niedergang mit dazwischenliegenden katastrophalen C√§suren fortschreitet. Diese sind ineinander verschachtelt, bzw. bauen aufeinander auf. √úber dem Auf und Nieder der Hochkulturen w√∂lbt sich, diese einbegreifend, wom√∂glich ein gr√∂√üerer Zyklus. Dieser k√∂nnte von einer mythischen Sintflutkatastrophe, die sich im kollektiven Ged√§chtnis erhalten hat, zu einer k√ľnftigen Katastrophe verlaufen, die sich in Schauungen von Finsternis, Impakten, Erdbeben, Tsunamiwellen ank√ľndigt. In unserer Zeit k√∂nnten verschiedene Abl√§ufe konvergieren: der Lebenslauf des Abendlandes, das durch Hochtechnologie wie keine Kultur zuvor den ganzen Planeten erfa√üt hat, und ein Abschnitt der Erdgeschichte, der durch eine kosmische Katastrophe beschlossen wird, welche die zivilisatorische Erstarrung aufbricht und Platz f√ľr eine kulturelle (geistig-seelische) Erneuerung schafft. Mit dieser Annahme kommen wir nahtlos in den religi√∂sen Bereich, denn der zuf√§llige Eintritt einer gro√üen Naturkatastrophe in einer Weltlage, die in der bekannten Geschichte einzigartig ist, w√ľrde bedeuten, da√ü es tats√§chlich einen „gro√üen Beweger“ gibt, da√ü welt-, menschheits- und erdgeschichtliche Abl√§ufe genau aufeinander bemessen sind, um der Geschichte zu den richtigen Zeitpunkten einen Ansto√ü zu geben.

Gruß
Taurec

‚ÄěEs lebe unser heiliges Deutschland!‚Äú

‚ÄěWas auch draus werde ‚Äď steh‚Äô zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.‚Äú

Das Einfallen von Fremdvölkern ist äußerlich und lediglich ein Symptom des schon fortgeschrittenen inneren Zerfalls.

Taurec sagt

Das Einfallen von Fremdv√∂lkern ist √§u√üerlich und lediglich ein Symptom des schon fortgeschrittenen inneren Zerfalls. Dekadenz beginnt schon viel fr√ľher, in Rom sp√§testens im 1. Jahrhundert vor Christus, in Griechenland schon vor Alexander dem Gro√üen. Invasionen und V√∂lkerwanderungen stehen insofern am Ende des Untergangs und besiegeln ihn.
Nicht √ľbersehen werden darf, da√ü im r√∂mischen Reich schon Jahrhunderte vor der V√∂lkerwanderung durch massenhaften Sklavenimport und Geburtenschwund der R√∂mer und Griechen (also der Tr√§ger der Antiken Kultur) bereits vergleichbare demographische Schieflagen erreicht waren wie im heutigen Europa.
Die Einwanderer nehmen äußerlich die Lebensgewohnheiten der Zivilisation an, ohne ihr innerlich anzugehören. In dem Maße, in den die Träger der untergehenden Kultur schwinden, sinken Lebensstandard, Bildung, geistige Höhe etc., bis ein Zustand vergleichbar der Spätantike entstanden ist, als auf dem Forum Romanum zwischen Ruinen Schafe weideten und die Menschen glaubten, das Kolosseum wäre von Göttern oder unbegreiflichen mythischen Urwesen erbaut worden. Die Kaiserpaläste waren aber noch bewohnbar und in ihnen regierten Herrscher, die mit Römern nichts mehr gemein hatten. Sie hatten römisch klingende Namen, trugen Toga, waren aber Nachfahren freigelassener Sklaven oder germanischer Feldherren.