Die Bundesrepublik ist,

Taurec sagt

Ich versuche mal, so kurz wie m√∂glich von eher profanen politischen Tatsachen ausgehend den Bogen zu einem mythisch-religi√∂sen Geschichtsbild zu spannen, um eine „gro√üe Linie“ aufzuzeigen. Das Ergebnis ist m√∂glicherweise zun√§chst schwer verdaulich.

Die Bundesrepublik ist, wenngleich auf dem Papier, de facto kein souver√§nes Land, sondern befindet sich in den H√§nden einer Nomenklatura (in Politik, Verwaltung, Wirtschaft), die ihre Handlungsparameter von der amerikanischen Ostk√ľste bekommt. Bei den meisten anderen europ√§ischen Staaten ist es in mehr oder weniger starker Auspr√§gung √§hnlich. Da die heutige BRD letztlich noch immer das Konstrukt ist, das zur Unterwerfung eines besiegten Volkes eingerichtet wurde, sind die f√ľhrenden Schichten besonders von den Amerikanern beeinflu√üt, und sind √ľber transatlantische, informelle Organisationen und Kaderschmieden eng mit dortigen Kreisen verbunden. Seit dem zweiten Weltkrieg hat niemand mehr wirklich in deutschem Interesse gehandelt, bestenfalls in Ans√§tzen oder einzelnen Fragen und Teilaspekten, nicht jedoch in den gro√üen Belangen, die unsere Eigenst√§ndigkeit als Volk betreffen.

„Demokratie“ verhei√üt in den Schulb√ľchern die Freiheit des Einzelnen, Recht auf Mitbestimmung, Gewaltenteilung, Rechtssicherheit, die Medien als „vierte Gewalt“, durch welche sich die Menschen objektiv Informieren, um rationale Entscheidungen zu treffen, etwa in Wahlen, in welchen sie Vertreter bestimmen, die ohne Eigeninteresse den Willen des Volkes ausf√ľhren. Dieses Bild ist eine Utopie, die meines Erachtens der menschlichen Natur und der Art, wie Staatswesen √ľber Jahrtausende funktioniert haben, widerspricht.
In der wirklichen Welt ist die Demokratie das politische Instrument weltweit agierender, internationaler Finanz- und Wirtschaftsm√§chte, die heute de facto in der ganzen westlichen Welt die Politik bestimmen. Sie finanzieren Politiker, bringen ihre Leute in die Parteien, besitzen die Presseorgane, bestimmen die √∂ffentliche Meinung, das Welt- und Geschichtsbild, die Erziehung, was an Schulen und Universit√§ten gelehrt wird. √úber NGOs wird auf informellem Wege Einflu√ü genommen, w√§hrend sowohl Regierungen wie Oppositionen nicht nationalen, sondern den Interessen der sie jeweils st√ľtzenden Finanziers dienen. Man hat keine Wahl in diesem Scheinpluralismus au√üer der Partei der Finanzm√§chte, also der Konzerne, Banken und einer d√ľnnen Schicht superreicher Geldaristokraten, die seit der amerikanischen und franz√∂sischen Revolution sukzessive den alten europ√§ischen Adel gest√ľrzt und sich selbst auf die Throne gesetzt haben. Deutschland stand stets in einem gewissen Widerspruch zu dieser Oligarchie und mu√üte durch zwei Weltkriege gebrochen und unsch√§dlich gemacht werden. Heute hat Ru√üland diese Rolle √ľbernommen, das sich in einer √§hnlichen Lage befindet wie Deutschland vor den Weltkriegen: zunehmend eingekreist und provoziert von den Westm√§chten.

Die Probleme reichen noch sehr viel tiefer, als sie hier in K√ľrze dargestellt werden k√∂nnen. Weil das Medienangebot meist einen manipulativen Charakter hat, ist es wenig sinnig, sich breit aufzustellen, um irgendwo ein F√ľnkchen Wahrheit zu erhaschen.
Ich rate dazu, sich mit den tieferen Abläufen der Geschichte zu befassen. Anders ist das alltägliche Gewirr widersprechender oder am Eigentlichen vorbeigehender Informationen wohl kaum zu durchdringen und eine Ahnung der eigentlichen Abläufe zu bekommen.

Ein wahrer Augen√∂ffner in dieser Hinsicht, Grundlage und Ausgangspunkt f√ľr weitere √úberlegungen ist Oswald Spengler, der im „Untergang des Abendlandes“ eine auf dem Vergleich der Geschichte von sieben Hochkulturen der letzten 5000 Jahre basierende Morphologie der Weltgeschichte entwarf. All diese Kulturen weisen den selben tausendj√§hrigen Lebenslauf auf, der in seiner Grundstruktur im gr√∂√üeren Ma√üstabe den Lebensphasen jedes lebendigen Wesen entspricht, beginnend mit Geburt aus dumpfer, ahnungsschwerer Vorzeit (was wir „dunkles Mittelalter“ nennen) √ľber einen steten Aufstieg bis zur Vollendung der kulturellen und staatlichen Formen in h√∂chster Perfektion (f√ľr das Abendland im 18. Jahrhundert). Dem schlie√üt sich ein mehrhundertj√§hriger Tod/Abstieg an, der durch regelm√§√üige revolution√§re Krisen und Weltkriege (der erste gegen Napoleon) vorangetrieben wird. In dieser Zeit versagen die Selbsterhaltungskr√§fte der V√∂lker. Die nat√ľrliche, hierarchische St√§ndegesellschaft bricht zusammen. Die Menschen vermassen als atomisierte, unterschiedslose Individuen in Gro√üst√§dten, die sich in das leerer werdende Land hineinfressen, w√§hrend die Geburtenraten sinken, die Bildung (im klassischen Sinne) geringer wird, und die Menschen in Materialismus und Hedonismus verwahrlosen, nicht mehr Volk, Vaterland, Familie im Sinn, sondern nur noch sich selbst und ihr seichtes, individualistisches, k√∂rperlich-emotionales Wohlbehagen ohne Blick auf die Zukunft.
Unter diesen Umständen tritt naturgesetzmäßig ein, was jeder Lebensform widerfährt, deren Immunsystem zusammenbricht: der Einfall von Aasfressern und Parasiten, Fremdvölker von außen, die das Land in Besitz nehmen, das von seiner Bevölkerung nicht mehr behauptet werden kann.
Politisch entspricht dem Parasitismus die Massendemokratie und libert√§re Parteiendiktatur, das politische Werkzeug der Finanzm√§chte. Deren Ziel ist die Beseitigung aller √ľberkommenen, traditionellen Formen, die der Weltherrschaft und schrankenlosen Ausbeutung des Planeten im Wege stehen. Diese anonymen M√§chte, die bereits in den franz√∂sischen und amerikanischen Revolutionen am Werk waren, konnten nur die Oberhand gewinnen, weil die Lebenskr√§fte des Abendlandes nach einem Jahrtausend organischen Wachstums zuerst schwach geworden waren. Was gegenw√§rtig geschieht, ist lediglich eine folgerichtige Erscheinung eines √ľber viele Generationen stattfindenden Abbauprozesses, der vor √ľber 200 Jahren begann und von der Spitze herab bis zu den Fundamenten des menschlichen Daseins alles nivelliert: Adel, St√§nde, wirtschaftliche und soziale Klassen, dann nationale Grenzen, die Rollen der Geschlechter, die famili√§ren Strukturen. Zuletzt gehen die Nationalstaaten selbst in supranationalen Gebilden auf. Die V√∂lker sollen in Vielv√∂lkerstaaten aufgel√∂st werden, in denen es nur noch eine Masse mit ethnischen Restidentit√§ten gibt, die zu eigenst√§ndiger Politik unf√§hig sind und in der kapitalistischen Arbeits- und Konsumwelt fiktiven Wohlstand & Sicherheit hinterherjagen.

Indes verl√§uft die Geschichte in Zyklen, so da√ü auf einen Niedergang ein erneuter Aufstieg folgt. In Spenglers Ablauf gibt es in jedem Kulturkreis ein Interregnum, in dem in irgendeiner Form die Wirtschaftsm√§chte die Oberhand √ľber die M√§chte der Politik, also des Selbsterhalts und der Eigenst√§ndigkeit der V√∂lker, gewinnen. Am Ende dieser Periode steht stets der krisenhafte Zerfall der von den Geldm√§chten errichteten neuen (Un-)Ordnung. In dieser finalen Krise erheben sich aus kulturellen Restbest√§nden an der abgerissenen Tradition orientierte Kr√§fte, die mit den Geldm√§chten ein Ende machen und eine Renaissance der urspr√ľnglichen Ordnung anstreben. Es entsteht „C√§sarismus“. M√§chtige Einzelne mit Gefolgschaft erheben sich √ľber die formlosen Massen und ordnen die zerr√ľttete Gesellschaft nach eigenem Bilde neu. In dieser Phase tritt in der Regel Erstarrung und Nachahmung alter Formen ein, bis sich nach einer unbestimmten Zahl Jahrhunderte eine neue Kultur breit macht, die das Erbe der vergangenen √ľbernimmt.

An dieser Stelle kommen die Prophezeiungen ins Spiel. Deren Szenario √§hnelt in groben Z√ľgen dem zyklischen Ablauf nach Spengler:
1. Verfall der Gesellschaft, des Glaubens, der Tradition.
2. Herrschaft des „antichristlichen“ Prinzips: Materialismus, Fixierung auf das Diesseits.
3. Ein letzter Krieg in Verbindung mit einem Eingriff von „oben“, nach dem ein Kaiser gekr√∂nt wird, der Europa in einem Reich mit erneuertem Glaubensfundament eint.

Auch wenn die prophetischen Quellen im einzelnen anzuzweifeln und √ľberwiegend nicht authentisch sind (in dem Sinne, da√ü sie unmittelbar Pr√§kognition dokumentiert h√§tten), halte ich es f√ľr m√∂glich, da√ü sich in diesem Muster, das uralte Wurzeln hat, das ahnungsvolle Erkennen des gro√üen historischen Ablaufs und eines teleologischen Sinns der Geschichte ausdr√ľckt. Auf seine Art mit einem ganz anderen Ansatz hat Spengler (aber auch andere wie Julius Evola oder Ernst J√ľnger) das ebenfalls erkannt.
Die neueren, besser dokumentierten Schauungen, die in der Regel begrenzte Ausschnitte eines gr√∂√üeren Geschehens zeigen (und etwas anderes als Prophezeiungen sind), f√ľgen sich darin ein. Das reizvolle liegt darin, da√ü man mit geschichtsphilosophischen √úberlegungen den grunds√§tzlichen Rahmen aufspannen kann, welcher durch Schauungen mit konkreten Ereignissen gef√ľllt wird. Schauungen allein bieten keine Hintergr√ľnde, sondern eher konkrete Ereignisse.

Ich gehe davon, da√ü sowohl die Menschheits-, als auch die Erdgeschichte in Zyklen von Auf- und Niedergang mit dazwischenliegenden katastrophalen C√§suren fortschreitet. Diese sind ineinander verschachtelt, bzw. bauen aufeinander auf. √úber dem Auf und Nieder der Hochkulturen w√∂lbt sich, diese einbegreifend, wom√∂glich ein gr√∂√üerer Zyklus. Dieser k√∂nnte von einer mythischen Sintflutkatastrophe, die sich im kollektiven Ged√§chtnis erhalten hat, zu einer k√ľnftigen Katastrophe verlaufen, die sich in Schauungen von Finsternis, Impakten, Erdbeben, Tsunamiwellen ank√ľndigt. In unserer Zeit k√∂nnten verschiedene Abl√§ufe konvergieren: der Lebenslauf des Abendlandes, das durch Hochtechnologie wie keine Kultur zuvor den ganzen Planeten erfa√üt hat, und ein Abschnitt der Erdgeschichte, der durch eine kosmische Katastrophe beschlossen wird, welche die zivilisatorische Erstarrung aufbricht und Platz f√ľr eine kulturelle (geistig-seelische) Erneuerung schafft. Mit dieser Annahme kommen wir nahtlos in den religi√∂sen Bereich, denn der zuf√§llige Eintritt einer gro√üen Naturkatastrophe in einer Weltlage, die in der bekannten Geschichte einzigartig ist, w√ľrde bedeuten, da√ü es tats√§chlich einen „gro√üen Beweger“ gibt, da√ü welt-, menschheits- und erdgeschichtliche Abl√§ufe genau aufeinander bemessen sind, um der Geschichte zu den richtigen Zeitpunkten einen Ansto√ü zu geben.

Gruß
Taurec

‚ÄěEs lebe unser heiliges Deutschland!‚Äú

‚ÄěWas auch draus werde ‚Äď steh‚Äô zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.‚Äú