Hallo Parkwächter

flurdab sagt

Hallo Parkwächter,
du begehst einen schweren Fehler mit folgender Formulierung:
„wenn er aufgrund eines unglücklichen Schicksalsschlages geharzt wird?“

Das Opfer wird es als Schicksalsschlag empfinden, Es wird auch Unglück empfinden, aber „Jobverlust“ ist im Regelfall keine Entscheidung des Schicksals, sondern eine des Rechnungswesens.
Diese „Schicksale“ werden immer von Personen ausgelöst die vorher versagt haben, und nur ihrem eigenen Vorteil verpflichtet sind.
Da sind kein Götter, oder göttliche Vorbestimmung, nada, nope, njet.

Im Übrigen ist der „Schicksalsschlag“ Hartz für alle abhängig Beschäftigten fest eingeplant. Das ist die Logik des Systems.
Das Renteneintrittsalter wird hochgeschoben und jeder der mit 40 +, oder auch 50+ seinen Job verliert, ist draußen. Nehmen wir an der Delinquent schafft eine ununterbrochene Karriere als „Arbeitnehmer von 16 – 55. Steuern, Rentenversicherung, Krankenkasse, alles schön solidarisch bezahlt. Ebenso Flughäfen, Wiedervereinigung, Untererde- Bahnhöfe, Diäten und Pensionen, Entwicklungshilfe, also all den „Rotz“, bei dem ein klar denkender Mensch immer eine Kosten- Nutzen- Rechnung anstellen würde. Aber das steht dem Dummkopf nicht zu, und die Speckschneider wissen dies zu verhindern. Der Bürger ist zu doof für die elementaren 4 Grundrechenarten. Zum Wählen OK, zum denken zu blöd!
Zurück zum vom „Schicksal“ Gebeuteltem.
55 auf der Suche nach eine Anstellung, ALGI für 18 Monate?
Mit 56 1/2 in Hartz IV, „Hosen runter“ „alles verkaufen“ „Umziehen“, oh da ist noch eine Ehepartner „Suprise, suprise: Bedarfsgemeinschaft!“
Wann darfst du offiziell in Rente, mit 63 bei 45 Beitragsjahren, oder doch erst mit 65?
Spielt doch keine Rolle mehr, die Arge zwangsverentet dich mit 58.
Ist gut für die Arbeitslosen- Statistik, Merkel- Dogma: „Deutschland geht es gut!“
Zumindest 10 Prozent der Deutschen geht es sehr gut, das sind Merkel- Deutsche. Der Rest ist; ja was, Human- Ressorts?

Natürlich denken die, die gegen ein Hartz- Opfer mit Hunden wettern, das der Krug an ihnen vorbei geht. Aber mit Logik oder Wahrscheinlichkeitsrechnung hat man es vermutlich mit knapp 30 noch nicht so.

Deine eigentliche Frage, was macht Leben lebenswert, sollte man Leben lebenswert ausstatten, ist leider untergegangen.
Das ist wirklich tragisch aber verständlich, wir werden so zugemüllt.
Ich habe heute im „Bildungsfunk“ gehört das „Wir“ im Durchschnitt ca. 17 Kilo Kleidung pro Jahr kaufen. So ein Jahr habe ich selbst in meinen besten Jahren nicht erlebt.
Klar 17 Kilo Kleidung aus „Bangladesch“, einmal getragen und ab in den Abfall! Das Kilo für 3 €, Endpreis im Discounter.
Schon mal versucht eine Hose oder ein Hemd selber zu nähen?
Sieht Scheiße aus und dauert unglaublich lang.
Eine Hose dauert vielleicht 5 Stunden mit Schnittmuster, 5 Stunden Arbeitszeit zum Mindesthohn = 42,50 €, bei KIK für 7,50 € in guter Qualität. Dabei dauert in Bangladesch die Stunde genau so lang wie in Europa. Die Drecksäcke verdienen aber trotzdem unverschämt daran.
Der Stundenhohn in Bangladesch soll gerade 0,17 € betragen, für Akkordnäherinnen!

Mir passiert gerade das selbe wie dir, ich verliere den Faden!
Es ist einfach nicht leicht in der Jauchegrube zu stehen und den einzelnen „Scheißestrang“ aufzudröseln.

Betrachten wir uns doch den „Hartz IV- Satz“.
Wen man Weihnachtsbäume und Schnittblumen ausspart, Alkohol und Tabak rausgechnet, wer soll davon noch ein Haustier unterhalten?
„Wollmäuse“ gehen noch, deren Existenz werden durch die teuren Staubsaugerbeutel begünstigt.
Das für diese Haushalte die „Demokratieabgabe“ ausgesetzt wurde ist schon blanker Hohn. Aber wenn Tränenklaus- Kleber mit seinen 50.000 € Monatsgehalt, Zuschauer braucht muss man Abstriche machen.
Ohne die 25 % Niedriglöhner + Hartz- Opfer + Altenheime hätten diese Sender vermutlich überhaupt kein Zuschauer mehr.

Im Resümee stelle ich fest, wir sollten uns dem Gedanken der „Privatisierung“ nicht länger verschließen. Er mag zwar unserer eigentlich angestrebten Gesellschaft entgegenstehen, aber leider sind die Kräfte die diesem Ziel zu wieder handeln übermächtig.
Auch sollten wir und diesen Markt nicht „Flüchtlinge“ überlassen.
Nein, Hartz – Opfer sollten hier zu aller erst die Chance ergreifen.
Aus den Übergriffen an Silvester können wir doch etwas entscheidenes lernen, die „Eliten“ sind sich ihrer Verletzlichkeit nicht bewusst.
Sie treten einem Großteil der Bevölkerung mit Ansage in das Anglitz, denken aber das es keine Folge für Sie haben wird.
Diese Einschätzung ist noch nicht einmal mehr mit Überheblichkeit zu entschuldigen.

„Eat the Ritch!“