Potsdam in Bild

aus dem Kunstmuseum Hamburg

























































































































































Bildverzeichnis:

Potsdam Rathaus
Potsdam Stadtplan
Potsdam und Umgebung, Plan vom Jahre 1780
Potsdam, Alte Post
Potsdam, Alter Markt mit Fortunaportal und Obelisk
Potsdam, Alter Markt mit Nikolaikirche und Rathaus
Potsdam, Alter Markt mit Palast Barberini und Humboldstra├če
Potsdam, Alter Markt mit Rathaus
Potsdam, Alter Markt mit Stadtschlo├č
Potsdam, Alter Markt zur Zeit Friedrichs des Gro├čen
Potsdam, Alter Markt 17
Potsdam, Am Bassin II
Potsdam, Am Bassin
Potsdam, Am Bassingplatz
Potsdam, Am Bl├╝cherplatz
Potsdam, Am Kanal 20
Potsdam, Am Kanal 41
Potsdam, Am Kanal 63 Treppe
Potsdam, Am Kietz 13
Potsdam, Am Kietz
Potsdam, Am Neuen Markt
Potsdam, Am Wilhelmsplatz
Potsdam, Ansicht der Stadt vor der zweiten Erweiterung
Potsdam, Bassingplatz mit reicheren Mittelh├Ąuser
Potsdam, Behlertstra├če 31
Potsdam, Berliner Stra├če 1
Potsdam, Berliner Stra├če 10
Potsdam, Berliner Stra├če
Potsdam, Berlinerstra├če
Potsdam, Blockfront am Bassingplatz
Potsdam, Bl├╝cherplatz
Potsdam, Brandenburger Tor 1770
Potsdam, Brandenburger Tor 1770
Potsdam, Brandenburger Tor
Potsdam, Breite Br├╝cke mi Laternentr├Ąger
Potsdam, Breite Br├╝cke
Potsdam, Breite Stra├če 6-7
Potsdam, Breite Stra├če 10-11
Potsdam, Breite Stra├če 30
Potsdam, Breite Stra├če mit Blick nach dem Schlo├č
Potsdam, Breite Stra├če mit Turm der Garnisionskirche
Potsdam, Breite Stra├če zwischen Breite Br├╝cke und Neust├Ądter Tor
Potsdam, Breite Stra├če
Potsdam, Burgstra├če 34
Potsdam, Burgstra├če 38
Potsdam, Burgstra├če 48
Potsdam, Burgstra├če
Potsdam, Charlottenstra├če 58
Potsdam, Charlottenstra├če 72
Potsdam, Charlottenstra├če 81-82
Potsdam, Charlottenstra├če
Potsdam, Chausseehaus
Potsdam, Direktorgeb├Ąude der Gewehrfabrik Detail
Potsdam, Direktorgeb├Ąude der Gewehrfabrik
Potsdam, Doppelhaus Charlottenstra├če 1781
Potsdam, Doppelhaus Charlottenstra├če
Potsdam, Doppelhaus Gro├če Fischerstra├če
Potsdam, Dreih├Ąusergruppe am Kietz
Potsdam, ehemaliges Lazarett f├╝r das Regiment Leibgarde
Potsdam, ehemaliges Schulhaus an der Heiliggeistkirche
Potsdam, ehemaliges Stadtgericht
Potsdam, Eingang zur Breiten Stra├če
Potsdam, Eingangst├╝r eines Doppelhauses Breitestra├če
Potsdam, Einheitliche Blockfront der zweiten Stadterweiterung
Potsdam, Franz├Âsische Kirche Portalbau
Potsdam, Franz├Âsische Kirche
Potsdam, Franz├Âsische Stra├če 13
Potsdam, Franz├Âsische Stra├če 14
Potsdam, Franz├Âsische Stra├če 21
Potsdam, Franz├Âsische Stra├če mit Schlu├čpunkt
Potsdam, Friedrichstra├če 17
Potsdam, Garnisionskirche oberer Turmteil
Potsdam, Garnisionskirche S├╝dansicht
Potsdam, Garnisionskirche Turmportal
Potsdam, Gasse zwischen Breite- und Priesterstra├če
Potsdam, Gewehrfabrik, jetzt Kaserne des 1. Garde Regiments
Potsdam, Gloriette auf dem Bassingplatz
Potsdam, Hauptwache in der Charlottenstra├če
Potsdam, Haus am Alten Markt
Potsdam, Haus an den Acht Ecken
Potsdam, H├Ąuserblock
Potsdam, H├Ąusergruppe am Kanal
Potsdam, Heiligegeiststra├če
Potsdam, Heiligengeistkirche Turmspitze
Potsdam, Heiligengeistkirche
Potsdam, Heiligengeiststra├če
Potsdam, Hinter dem Lustgarten
Potsdam, Hobitstra├če
Potsdam, Hof am Kanal
Potsdam, Hof des Milit├Ąrwaisenhaus
Potsdam, Hof im Palast Barbarini
Potsdam, Humboldstra├če 3
Potsdam, Humboldstra├če 4
Potsdam, Humboldstra├če mit Alten Markt
Potsdam, Humboldstra├če mit Schlu├čpunkt
Potsdam, J├Ągertor
Potsdam, Kaiserstra├če
Potsdam, Kaiser-Wilhelm-Stra├če
Potsdam, Kasino Maisenstra├če – Tanzsaal
Potsdam, Kasino Maisenstra├če – Vorsaal
Potsdam, kleine Fischerstra├če
Potsdam, Kopfbau des Langen Stalls
Potsdam, Kopfbau des Marstalls
Potsdam, Kreuzung der Hoheweg- und Schwertfegerstra├če
Potsdam, Kutschstall am Neuen Markt
Potsdam, Lindenstra├če mit Milit├Ąrweisenhaus
Potsdam, Lustgarten
Potsdam, Mammonstra├če mit Schlu├čpunkt
Potsdam, Milit├Ąrwaisenhaus in der Breite Stra├če oberer Teil
Potsdam, Milit├Ąrwaisenhaus in der Breite Stra├če unterer Teil
Potsdam, Milit├Ąrwaisenhaus in der Breite Stra├če
Potsdam, Milit├Ąrwaisenhaus in der Lindenstra├če mit Treppenhaus II
Potsdam, Milit├Ąrwaisenhaus in der Lindenstra├če mit Treppenhaus III
Potsdam, Milit├Ąrwaisenhaus in der Lindenstra├če mit Treppenhaus
Potsdam, Milit├Ąrwaisenhaus in der Lindenstra├če
Potsdam, Mittelstra├če im holl├Ąndischen Viertel
Potsdam, Mittelstra├če im holl├Ąndischen ViertelPotsdam, Mittelstra├če
Potsdam, Nauener Stra├če
Potsdam, Neuer Markt
Potsdam, Neust├Ądter Tor
Potsdam, Nikolaikirche Inneres
Potsdam, Obelisk mit Schlo├čstra├če
Potsdam, Oberpr├Ąsidium am Lustgarten
Potsdam, Oberpr├Ąsidium
Potsdam, Oberrechnungskammer II
Potsdam, Oberrechnungskammer
Potsdam, Offizierskasino Am Kanal
Potsdam, Platz neben der Garnisionskirche
Potsdam, Portalbau
Potsdam, Predigerhaus der Nikolaikirche
Potsdam, Scharrenstra├če 1
Potsdam, Schauspielhaus Detail
Potsdam, Schauspielhaus
Potsdam, Schlo├čstra├če 7 Fassade
Potsdam, Schlo├čstra├če 7
Potsdam, Schlo├čstra├če 12
Potsdam, Schlo├čstra├če
Potsdam, Schwertfegerstra├če 1
Potsdam, Schwertfegerstra├če mit Schlu├čpunkt
Potsdam, Siebenarehnhaus
Potsdam, Spornstra├če
Potsdam, Stadtschule Mittelbau
Potsdam, Stadtschule
Potsdam, Stra├čenm├╝ndung Brandenburger Stra├če – Platz am Brandenburger Tor
Potsdam, Stra├čenm├╝ndung Schockstra├če – Brandenburgerstra├če
Potsdam, Stra├čenm├╝ndung Schockstra├če
Potsdam, Treppe im Stadtmuseum
Potsdam, vom Hause Schwertfegerstra├če 2
Potsdam, Wachgeb├Ąude am Kellertor
Potsdam, Waisenstra├če 28
Potsdam, Waisenstra├če
Potsdam, Westseite des Bassingplatzes
Potsdam, Wilhelmsplatz 9
Potsdam, Wilhelmsplatz

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Sp├Ątestens seit dem Lesen der Entschuldigung des Vergewaltigungsopfers bei Ihren T├Ątern beginne ich allm├Ąhlich zu ahnen, was in US Thinktank-Kreisen mit der ÔÇ×BEKLOPPTENBRIGADEÔÇť gemeint war, auf die sie in Europa zur Unterst├╝tzung ihrer Migrationspl├Ąne gez├Ąhlt haben.

Parkwaechter sagt

Sp├Ątestens seit dem Lesen der Entschuldigung des Vergewaltigungsopfers bei Ihren T├Ątern beginne ich allm├Ąhlich zu ahnen, was in US Thinktank-Kreisen mit der ÔÇ×BEKLOPPTENBRIGADEÔÇť gemeint war, auf die sie in Europa zur Unterst├╝tzung ihrer Migrationspl├Ąne gez├Ąhlt haben.

(Aussage des Generaldirektors der ÔÇ×International organzation for migration / IOMÔÇť am ÔÇ×Council and Foreign Relations /CFRÔÇť vom 30.9.2015. Man h├Âre und staune:

ÔÇ×Migration in gro├čem Ausma├č ist unvermeidbar, notwendig und w├╝nschenswert, wenn wir erfolgreich sein wollen. Als erstes m├╝ssen wir das ├Âffentliche Narrativ ├╝ber Migration ver├Ąndern. Derzeit ist es toxisch, Migration hat ein schlechtes Image.ÔÇť

Dazu dann der ehemalige WTO-Generaldirektor und Goldman Sachs Aufsichtsrat Peter Sutherland:
ÔÇ×Jeder Idiot, der daherkommt und mir erkl├Ąrt, dass ich dazu entschlossen bin, die Einheitlichkeit der V├Âlker zu zerst├Âren, hat absolut recht. Genau das habe ich vor. Wenn ich es morgen tun k├Ânnte, w├╝rde ich es tun.ÔÇť

(Er redet dann weiter dar├╝ber, wie man insbesondere in DEUTSCHLAND die ├Âffentliche Meinung dazu ver├Ąndern k├Ânne. Und jetzt halte man sich fest:)
ÔÇ×Von ├Ąu├čerster Wichtigkeit ist es, die Medien zu erwischen, die Medien ins Boot zu holen ist der Schl├╝ssel. Aber wir m├╝ssen auch bei den Spinnern die T├╝r einlaufen, bei der Beklopptenbrigade, die weite Teile unserer Medien in der modernen Welt beherrschenÔÇŽÔÇť

Der Kampf um deutsche Kultur in Amerika ÔÇô Vorwort

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Die hier vereinigten Aufs├Ątze und Vortr├Ąge, ein kleiner Ausschnitt meiner Versuche im Dienste unseres amerikanischen Deutschtums, wollen einen doppelten Zweck erf├╝llen. Wie sie dem Vaterlande Kunde bringen m├Âchten ├╝ber die Entstehung und den Geist der deutschen Bewegung in Amerika, so wollen sie diese zugleich selbst f├Ârdern, vertiefen und in immer weitere Kreise tragen.

Die einzelnen St├╝cke der Sammlung sind in einem Zeitraum von drei├čig Jahren entstanden und spiegeln somit den Gang der Bewegung wider soweit ich selbst an ihr teilnehmen durfte. Sie m├Âgen daher in gewissem Sinne auch als geschichtliche Dokumente gelten. Namentlich die l├Ąngst vergriffenen und noch immer verlangten ÔÇ×Deutschen Briefe an Karl BiedermannÔÇť, eine Festschrift zur gro├čen Pionierfeier im Jahre 1883, die zugleich als Programm des neu zu schaffenden deutschen Lebens gedacht war. Da├č die Schrift als solches damals auch gef├╝hlt wurde, mag die freudige Zustimmung bezeugen, die sie bei Bismarck, Rudolf Hildebrand, Karl Schurz und anderen f├╝hrenden Geistern hier, wie dr├╝ben fand. Als eine Art geschichtliches Zeugnis f├╝r das Wachsen der Bewegung darf wohl auch der Auszug aus der Flugschrift ÔÇ×Zur deutschen Frage in AmerikaÔÇť gelten, worin als L├Âsung der Frage die Gr├╝ndung einer allgemeinen deutsch-amerikanischen Verbandes zum Zwecke der Erhaltung deutscher Sprache und Kultur vorgeschlagen wurde. F├╝nfzehn Jahre sp├Ąter kam der Gedanke dann im Deutsch-amerikanischen Nationalbund zur Verwirklichung.

Geschichtliches Interesse darf schlie├člich die urspr├╝nglich in englischer Sprache gehaltene Rede gegen den angels├Ąchsischen Imperialismus vielleicht auch heute noch beanspruchen. Was sich jetzt von selbst versteht, erregte damals in der amerikanischen Presse Aufsehen, weil es dieser neu war, zu h├Âren, da├č wir Deutsch-Amerikaner ein geschichtliches Recht h├Ątten, in dieser wichtigen nationalen Frage mit Zureden. Es war in jenen Tagen nicht leicht, sich zu dieser Wahrheit zu bekennen, zumal f├╝r einen Universit├Ątslehrer, dem an manchen Anstalten dieses freien Landes ein ungeschriebenes akademisches Gesetz das ├Âffentliche Wort in nationalen Fragen verbietet, falls er sich nicht der Entlassung und Verfolgung aussetzen will. ÔÇö

Dem Leser wird es nicht schwer fallen, die heimlichen Triebkr├Ąfte der deutschen Bewegung im Erwachen des geschichtlichen Selbstbewu├čtseins und des deutsch-amerikanischen Einheitsgef├╝hles zu entdecken. In dem Bem├╝hen, diese Kr├Ąfte nach allen Richtungen hin zu entwickeln und zu st├Ąrken, m├Âge man zugleich das Band erblicken, da├č die verschiedenen St├╝cke dieser Sammlung zur Einheit verkn├╝pft.

Ich betrachte es als gl├╝ckliche F├╝gung, da├č das Erwachen des neuen deutschen Lebens in unserer Mitte mit einer Reihe nationaler Gedenktage zusammenfiel, die uns die goldene Bl├╝tezeit deutscher Kultur froh ins Ged├Ąchtnis zur├╝ckriefen. Wenn ich versucht habe, in einer Anzahl von Reden, von denen hier wenigstens die Festrede zum Faustjubil├Ąum wiedergegeben ist, unser Streben mit dem Kulturideal jener gro├čen Zeiten in Verbindung zu setzen, dann wolle man es dem Sch├╝ler Rudolf Hildebrands zugute halten, der in der deutschen Philologie nicht nur eine Wissenschaft, sondern auch eine Arbeiterin am Heile unseres Volkstums sieht. Wohl wissen wir in Amerika zu sch├Ątzen und zu n├╝tzen, was die deutsche Kultur auch seit den Tagen unserer klassischen Dichter und Denker Unverg├Ąngliches geschaffen hat, und mit hei├čem Hoffen verfolgen wir das Aufsteigen einer neuen deutschen Kultur, die sich im Vaterlande heute vorbereitet. Denn wie unsere Kultur ihren Weltgang einst mit der Botschaft unserer Gro├čen antrat, so wird sie ihn auch nur im Zeichen des Idealismus vollenden.

K├Ânnte dies Buch dazu beitragen, die Bande des Blutes und Geistes, die dies Land schon seit Jahrhunderten mit der deutschen Heimat verbinden, noch enger zu kn├╝pfen und anzuspornen zu gemeinsamer Arbeit auf den h├Âchsten und heiligsten Gebieten des Menschenwesens, dann w├Ąre meine sch├Ânste Hoffnung erf├╝llt.

Urbana, Illinois, Januar 1914.

Julius Goebel.

Text aus dem Buch: Der Kampf um deutsche Kultur in Amerika : aufs├Ątze und vortr├Ąge zur deutsch-amerikanischen Bewegung, Verfasser: Goebel, Julius.

Siehe auch:
Die deutsche Bewegung in Amerika. R├╝ckblicke und Aussichten.
Zur deutschen Frage in Amerika.
Zur Geschichte der Scheltnamen Dutchman und Dutch.
Warum protestieren wir Deutsch-Amerikaner gegen den Imperialismus?
Amerika in der deutschen Dichtung.
├ťber die deutsche Dichtung in Amerika.
Longfellow als Vermittler deutscher Geisteskultur.
Die Deutschen in der amerikanischen Geschichtschreibung.
Das Deutschtum in Amerika zu Lincolns Zeit.
Die Gr├╝ndung von Neu-Bern in Nord-Carolina.
Das Faust-Jubil├Ąum.
Gedanken ├╝ber die Zukunft des Deutschtums in Amerika.
Der Deutsch-amerikanische Nationalbund.

Der Deutsch-amerikanische Nationalbund.

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Der Kampf um deutsche Kultur in Amerika.

Es ist auf den vorhergehenden Bl├Ąttern dieser Schrift so h├Ąufig vom Deutsch-Amerikanischen Nationalbund die Rede gewesen, da├č es besonders den Lesern im Vaterland erw├╝nscht sein mag, N├Ąheres ├╝ber ihn zu erfahren.

Ich habe in der Rede ├╝ber die deutsche Bewegung in Amerika versucht, im allgemeinen zu schildern, welche geistigen und politischen Str├Âmungen den Gedanken eines einheitlichen Zusammenschlusses emportrugen. Es ist bezeichnend, da├č der Ansto├č zur praktischen Verwirklichung des Gedankens von Pennsylvanien ausging, dem Staate, der bis tief ins neunzehnte Jahrhundert hinein als der eigentliche Sitz des amerikanischen Deutschtums galt und wo sich, wie die gro├če Pionierfeier des Jahres 1883 zeigte, die geschichtliche ├ťberlieferung am treuesten und st├Ąrksten erhalten hatte.

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Gedanken ├╝ber die Zukunft des Deutschtums in Amerika.

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Der Kampf um deutsche Kultur in Amerika.

Das Ged├Ąchtnis an die gro├če Pf├Ąlzerwanderung im Jahre 1710, das wir in diesen Tagen feiern, der eigentliche Anfang unserer Geschichte in diesem Lande, weckt mit dem sinnenden R├╝ckblick in die Vergangenheit und der freudigen Umschau in die Gegenwart auch Gedanken der Zukunft.

So mischen sich ja auch an den Festtagen unseres eigenen Lebens Gef├╝hle der Erinnerung an vergangene Tage mit Vors├Ątzen und Entschl├╝ssen f├╝rs kommende Leben. Und aus dieser Stimmung heraus gebiert sich im Gem├╝te gesunder Menschen und V├Âlker eine Selbsterneuerung und Erh├Âhung des eigensten Lebens, die die Quelle alles wahren Fortschritts ist. D├╝rfen wir heute von einer Erneuerung deutsch-amerikanischen Lebens reden? Gibt es ├╝berhaupt ein deutsch-amerikanisches Volkstum?

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Das Faust-Jubil├Ąum.

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Der Kampf um deutsche Kultur in Amerika.

Und an alle Geschlechter ergeht ein g├Âttliches Machtwort, Was du mit heiliger Hand bildest, mit heiligem Mund Redest, wird den erstaunten Sinn allm├Ąchtig bewegen; Du nur merkst nicht den Gott, der dir im Busen gebeut, Nicht des Siegels Gewalt, das alle Geister dir beuget.

Schiller (Der Genius).

Nie vielleicht im Laufe der Geschichte hat sich die Zaubermacht des Genius ├╝ber das Menschengem├╝t gl├Ąnzender bewahrheitet, als durch die Wirkung der Dichtung, deren erstes Erscheinen vor einem Jahrhundert wir heute festlich begehen.

Was die Sagen der V├Âlker ├╝ber die Wunderkraft der Poesie in grauer Vorzeit berichten, wo der Dichter als Priester und Weiser die Geheimnisse der Gottheit und des Menschenherzens dem aufhorchenden Sinn zum ersten Male entr├Ąselte, das sollte am Anfang des vorigen Jahrhunderts ein deutsches Dichtwerk in noch gr├Â├čerem Ma├če leisten. Denn nicht auf sein eigenes Volk blieb der wunderbar befreiende und erhebende Eindruck des Faustdramas beschr├Ąnkt. Goethe sollte es noch erleben, da├č auch die ├╝brigen Kulturv├Âlker Europas staunend in diesem Werk die h├Âchste Leistung moderner Poesie anerkannten.

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Die Gr├╝ndung von Neu-Bern in Nord-Carolina.

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Der Kampf um deutsche Kultur in Amerika.

Das Ereignis, das wir in diesen Tagen festlich begehen, darf in der Geschichte der Besiedlung von Nordamerika einen hervorragenden Platz beanspruchen.

Die Begr├╝ndung des reizenden, weltentr├╝ckten St├Ądtchens mit seinen reichen geschichtlichen Erinnerungen ist darum nicht blo├č von lokaler Wichtigkeit, sondern tr├Ągt den Charakter nationaler, ja weltgeschichtlicher Bedeutung. Bezeichnet sie doch eine der ersten und wichtigsten Schritte im Zusammentreffen von Angelsachsen und Deutschen, die sich nach jahrhundertelanger Trennung auf amerikanischem Boden wiederfinden, um von nun an die Geschicke der Neuen Welt gemeinsam zu gestalten.

Und im Hintergr├╝nde dieser bedeutsamen geschichtlichen Tatsache erheben sich als letzte bewegende Ursachen die gewaltigen geistigen und religi├Âsen Bewegungen des 16. und 17. Jahrhunderts mit ihrem Gefolge von endlosem Krieg und Blutvergie├čen, von Heldentaten und M├Ąrtyrertum und von uns├Ąglichem Elend. Aber die furchtbare Ersch├╝tterung der europ├Ąischen Gesellschaft, die durch die religi├Âsen Bewegungen jener Jahrhunderte hervorgerufen wurde, hatte zugleich unter den Anh├Ąngern und Vork├Ąmpfern der neuen Ideen ein Gef├╝hl der Zusammengeh├Ârigkeit und der Br├╝derschaft erzeugt, von dessen Kraft und Innigkeit wir uns heute kaum eine Vorstellung machen.

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