StÀdtisches Lagerhaus Regensburg am Luitpoldhafen

aus dem Kunstmuseum Hamburg


Ein imposanter Bau, der das gesamte Hafengebiet beherrscht, ist das von der Stadtgemeinde Regensburg am neuen Luitpoldhafen erbaute und nunmehr von der, unter FĂŒhrung der Bayerischen Handelsbank gegrĂŒndeten Gesellschaft m. b. H. „StĂ€dtisches Lagerhaus Regensburg“ betriebene große und mit den modernsten Einrichtungen versehene Lagerhaus.

Dasselbe hat eine LĂ€nge von 60 Meter, eine Breite von 25 Meter und eine Höhe von 37 Meter; es ist ein Eisenbetonbau und zur Einlagerung von Getreide und Futterartikeln, Mais, Mahlprodukten und sonstigen GĂŒtern aller Art bestimmt.

UngefĂ€hr ein Drittel der ĂŒberbauten FlĂ€che wird von den Silos eingenommen, wĂ€hrend der ĂŒbrige Teil auf die in 6 Stockwerken enthaltenen hellen luftigen RĂ€ume zur Lagerung von geschĂŒttetem und gesacktem Getreide und sonstigen GĂŒtern (auch ein grober, frostgeschĂŒtzter Keller ist vorhanden) entfĂ€llt.

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Tonwerk PrĂŒfening und Braunkohlengrube Friedrichzeche

aus dem Kunstmuseum Hamburg


NĂ€chst der Station PrĂŒfening an der Strecke Regensburg—NĂŒrnberg liegt das Tonwerk der Firma Mayer & Reinhard. Im Jahre 1898 wurden von dem Baumeister Anton Mayer die ersten GebĂ€ulichkeiten errichtet, die der rationellen Herstellung von Mauersteinen und Dachziegeln dienen sollten, und umfangreiche GrundstĂŒcke in der von I lechbetten nach Sinzing ziehenden Mulde erworben, deren vorzĂŒgliches Lehm- und Tonmaterial durch eine seit Langem schon betriebene kleine Handziegelei aufgeschlossen und bekannt war. Zur Bedienung des lökam-merigen Ringofens mit darĂŒber gelegenen Trockenanlagen diente eine lOOpferdige Dampfmaschine, die die notwendigen Vorbereitungsmaschinen, Ziegelpressen und Transportvorrichtungen antrieb. Im Jahre 1900 trat der Kaufmann Rudolf Reinhard als Teilhaber ein und das Unternehmen wurde in eine offene Handelsgesellschaft umgewandelt. Oer Betrieb, der ursprĂŒnglich hauptsĂ€chlich fĂŒr Mauersteine gedacht war. wurde immer mehr auf Erzeugung besserer Waren eingerichtet, die bald aut dem ganzen bayerischen Baumarkt Eingang fanden.

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Bayerische Granitaktiengesellschaft in Regensburg

aus dem Kunstmuseum Hamburg


Die Gesellschaft wurde am 13. November 1888 gegrĂŒndet durch Zusammenschluß und Fortbetrieb der SteinbrĂŒche und Steinmetzereien:

1. der von Normannschen Granitwerke Passau,
2. der Granitwerke Vilshofen und
3. der oberpfĂ€lzischen Granitgewerkschaft Nabburg mit einem Aktienkapital von Mk. 800000.—, das im Jahre 1891 auf Mk. 1 000 000.— erhöht wurde.

Als GrĂŒnder sind in dem Gesellschaftsvertrag vom 13. November 1888 eingetragen die Herren: Karl von Normann, Johann Karl Weidert, Jean Seyfried, Ernst Schwarz, Max Weinschenk.

Zum ersten Aufsichtsrat wurden gewÀhlt die Herren: Johann Karl Weidert. als Vorsitzender. Jakob Haymann, Wilhelm Mensing. Zum Vorstand als Direktoren wurden bestellt die Herren: Karl von Normann, Jean Seyfried, mit dem Sitze in Regensburg.

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Prinz Rupprecht-Quelle vormals Silvana-Sprudel in GroschlattengrĂŒn

aus dem Kunstmuseum Hamburg

In einem ĂŒppigen Tale des Fichtelgebirges liegt der Silvana-Sprudel umsĂ€umt von waldigen Höhen, daher auch der Name silvana — die Waldige. Dicht bei den Quellen erstreckt sich das schmucke Dorf GroschlattengrĂŒn. Bahnstation der Hauptlinie MĂŒnchen—Hof. Unweit liegt die Burgruine Weissenstein (661 m), ferner der HĂ€ckelstein (724 m), mit dem schönen Dorfe FuchsmĂŒhl und der berĂŒhmten Gnadenkapelle „Maria-Hilf“, westlich sieht man den Schneeberg (1060 m) und Ochsenkopf (1024 m), sowie die Kösseine (900 m), mit dem modernen Unterkunftshause des Fichtelgebirgsvereins, an die sich gleichsam als VerlĂ€ngerung die grotesken Felspartien der sagenumwobenen Luisenburg (785 m) hinziehen, wo die unvergeßliche Königin Luise gerne weilte in glĂŒcklichen und traurigen Tagen.

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Staatliche Eisenindustrie in der Oberpfalz Amberg-Weiherhammer-Bodenwöhr

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Unter den nutzbaren Mineralien, an denen die Oberpfalz so außerordentlich reich ist, nehmen die Eisenerze eine hervorragende Stelle ein. So konnte es nicht fehlen, daß diese Erze schon vor Jahrhunderten die Aufmerksamkeit der Landesbewohner auf sich zogen und zu einer lebhaften Industrie Anlaß gaben. Mehr und mehr hĂ€uften sich im Laufe der Zeiten die GrĂ€bereien und SchĂ€chte nach Erzen, entstunden an den FlĂŒssen und Stauweihern Rennfeuer und Hammerwerke, spĂ€ter auch Hochöfen, welche trotz zahlreicher Kriegsnöte immer wieder neues Leben gewannen. Auch die Landesherren nahmen an dem AufblĂŒhen der heimischen Eisenindustrie regen und tĂ€tigen Anteil und erwarben und errichteten in eigenem Betriebe manches Berg- und Eisenwerk.

So kam es. daß bei Anbruch der neuzeitlichen Entwicklung und des modernen staatlichen Lebens sich der bayerische Staat als Erbe vergangener Jahrhunderte im Besitze zahlreicher Eisenwerke fand.

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DampfsÀge, Hobel- und Spaltwerk, Kistenfabrik

aus dem Kunstmuseum Hamburg


Die Firma Ludwig Gebhardt wurde im Jahre 1875 vom verstorbenen Herrn Kommerzienrat Ludwig Gebhardt aus NĂŒrnberg gegrĂŒndet und befaßte sich frĂŒher nur mit Bretterhandel. Im Jahre 1890 wurde die an den Lagerplatz in Cham angrenzende DampfsĂ€ge erworben und ausgebaut. Die jetzigen Inhaber der Firma, August und Wilhelm Gebhardt, die Söhne des BegrĂŒnders der Firma, ĂŒbernahmen das GeschĂ€ft im Jahre 1904 und haben im Laufe der Zeit wesentliche VergrĂ¶ĂŸerungen an dem Werk vorgenommen.

Es sind zur Zeit im Betrieb 4 Vollgatter, 4 Spaltgatter, 2 SpaltbandsĂ€gen, 2 große und 1 kleine Hobelmaschine, ferner verschiedene, der Fabrikation von Kistenteilen dienende Maschinen.

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Eisengießerei CarolinenhĂŒtte

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Zwischen den MĂ€rkten KallmĂŒnz und Hohenfels, beide Orte wegen ihrer Naturschönheiten und romantischen Lage hinlĂ€nglich bekannt, — am Hohenfelser Forellenbache —, liegt idyllisch die Eisengießerei CarolinenhĂŒtte. Dieses seit 1800 als Gießerei betriebene Werk ging aus einem Hochofen und Hammerwerk, deren es vormals so viele in dem schönen Vils- und Bachtale gab, hervor.

Die Gießerei, welche als eine der Ă€ltesten in Bayern anzusprechen ist, lieferte vornehmlich fĂŒr die Maschinenfabriken, wie z. B. fĂŒr die Firmen: Johann Mannhardt, A. Kustermann usw., und zwar Maschinenguß jeder Art. Jedoch am meisten wurde die Gießerei beschĂ€ftigt durch die GrĂŒndung des Eisenwerkes MaximilianshĂŒtte bei Burglengenfeld. denn es wurden von Beginn der Entstehung dieses jetzt so bedeutenden Werkes fĂŒr dieses ca. 150 Eisengießer beschĂ€ftigt. Diese BeschĂ€ftigung hörte allerdings auf, nachdem die MaximilianshĂŒtte ihre eigenen Gießereien errichtet hatte.

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